Albert Wagenpfeil SVD (1934–2021)

03.03.2021

Der Steyler Missionar Albert Wagenpfeil verstarb in den Morgenstunden im Wendelinusheim in St. Wendel. Der Auferstehungsgottesdienst wird innerhalb der Hausgemeinschaft gefeiert.


Albert wurde am 26. November 1934 in dem bayerisch-schwäbischen Ort Obergünzburg (Kreis Marktoberdorf, heute Landkreis Ostallgäu) als drittes Kind der Eheleute Karl Wagenpfeil und Maria, geb. Brugger, geboren. Die Kinder- und Jugendjahre verbrachte er in Altusried bei Kempten im Allgäu. Hier ging er auch zur Volksschule.

1948 begann Albert eine Berufsausbildung bei der Deutschen Post in München. Doch mit der Zeit reifte in ihm der Entschluss Priester und Missionar zu werden. Daher besuchte er von 1953 bis 1957 das Seminar für Spätberufene in Fürstenried/München.


Ausbildung als Steyler Missionar

Gleich nach dem Abitur trat er in die Gesellschaft des Göttlichen Wortes in Mödling bei Wien ein, wo er am 8. September 1958 das Noviziat begann. Schon im zweiten Noviziatsjahr begann das Philosophiestudium im Missionspriesterseminar der Steyler Missionare in Sankt Gabriel bei Wien. Dort legte er auch am 8. September 1960 die Erste Profess ab. Zum Theologiestudium wechselte sein Kurs anschließend in das Missionspriesterseminar nach Sankt Augustin bei Bonn. Hier schloss Albert Wagenpfeil sein Studium ab und band sich am 1. Mai 1964 durch die Ablegung der Ewigen Profess für immer an die Ordensgemeinschaft. Am 17. Oktober 1964 wurde er in der Kirche des Missionspriesterseminars in Sankt Augustin zum Priester geweiht und erhielt seine Missionsbestimmung für Ghana. Das obligatorische pastorale Jahr absolvierte er 1965/66 in München.

Als Vorbereitung auf seinen Missionseinsatz belegte Pater Wagenpfeil einen halbjährigen Sprachkurs in London. 1967 reiste er nach Ghana, musste jedoch bereits ein Jahr später aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurückkehren. Hier verbrachte er zunächst vier Monate im Krankenhaus in Bad Wörishofen.


Seelsorger

Für die nächsten fast 30 Jahre sollte München seine Wirkungsstätte werden. Aus dem Krankenhaus entlassen, wurde er bis 1971 Kaplan in der Pfarrei St. Hedwig in München. Anschließend arbeitete er als Präses der Katholischen Frauengemeinschaft in der Erzdiözese München und Freising, bevor er von 1981 bis 1983 Studentenpfarrer am Münchener Paulskolleg wurde. In München-Nymphenburg unterrichtete er neun Jahre lang katholische Religion am Institut (Maria-Ward-Schule) der Englischen Fräulein bis 1992, bevor er die Seelsorge im Altenheim der Barmherzigen Schwestern in München-Berg am Laim übernahm. Als 1997 der Provinzial der Süddeutschen Provinz der SVD für das Altenheim der Steyler Missionsschwestern in Oberdischingen einen Hausgeistlichen suchte, war Pater Wagenpfeil bereit diese Stelle zu übernehmen.


In St. Wendel

Nach zwölf Jahren des Wirkens bei den Schwestern und durch die parkinsonsche Krankheit bereits stark eingeschränkt, bat Pater Wagenpfeil seine Oberen im September 2009 um die Versetzung in den Ruhestand.

Am 19. Oktober 2009 übersiedelte er dann in das Wendelinusheim der Steyler Missionare nach St. Wendel. Seine körperlichen Gebrechen nahmen ständig zu und Pater Wagenpfeil zog sich ganz auf sein Zimmer zurück. Viel Zeit verbrachte er hier im Gebet. Nun hat der HERR ihn zu sich gerufen.

Wir Steyler Missionare sind Gott dankbar für das Leben von Pater Albert Wagenpfeil und wir danken auch ihm für das Gute, das er so vielen ihm in seinem Leben anvertrauten Menschen getan hat. Möge er nun in Frieden ruhen.

Wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen wird der Auferstehungs-gottesdienst nur in der Hausgemeinschaft des Missionshauses gefeiert. Ebenso findet die anschließende Beerdigung nur im Kreise der Mitbrüder der Kommunität statt.


St. Wendel, 4. März 2021
Br. Stefan Theobald SVD

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