Zur Genealogie des indigenen „Guten Lebens“

Das „Gute Leben“ im Verständnis indigener Kulturen Südamerikas ist Thema des Vortrags von Dr. David Cortez in der Reihe über „Gutes Leben – Zwischen Machbarkeit und Verletzlichkeit“.

Veranstaltungsort
Pandemiebedingt findet der Vortrag digital im Internet statt. Zugangsdaten auf www.avk.steyler.eu

Veranstalter
Akademie Völker und Kulturen

Termine
Fr, 05.02.2021, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Das »Gute Leben« ist ein wichtiger qualitativer Schritt bei der Überwindung traditioneller Entwicklungskonzepte und gesellschaftlicher Entwürfe. Er bringt neue, inhaltlich viel reichere, allerdings auch komplexere Visionen ein. Genau deshalb ist die Diskussion über das »Gute Leben« so besonders anregend, hält Alberto Acosta (2017) fest.

Die erneuerten Staatsverfassungen von Ekuador und Bolivien beziehen sich auf den Begriff des „guten, erfüllten Lebens“ – „sumak kawsay“ – aus den Traditionen der indigenen Bevölkerung der Anden als Leitprinzip eines umfassenden politischen Projekts. Damit bekam dieser Begriff eine erneute politische und gesellschaftliche Bedeutung und Aktualität.

Dr. David Cortez ist ein ekuatorianischer Philosoph und Sozialwissenschaftler, der sich umfassend mit diesem Begriff auseinandergesetzt hat.