Gemeinsames Beten und Arbeiten beim Pfingstfest St. Gabriel 2011

12.06.2011

St. Gabriel, Maria Enzersdorf / Österreich - „Unser Pfingstfest ist wieder einmal eine Gelegenheit für großes Engagement beim gemeinsamen Arbeiten in den Workshops und bei den Gebetszeiten“, fasst die Leiterin des Weltdorfs St. Gabriel ihre Eindrücke zusammen.

Die „Bürgermeisterin“ des Weltdorfs St. Gabriel, Bettina Schmidt, ist überrascht und zufrieden, wie positiv sich das Pfingstfest entwickelt. Es ist das erste Mal, dass sie für die Organisation dieses Jugendfestes zuständig ist. „Es ist faszinierend zu sehen, wie viel da schon im Voraus organisiert ist und mit wie viel Engagement sich die Steyler Missionare im Haus, aber auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Sachen einsetzen, die gerade getan werden müssen“, erzählt sie.

Auch der „Weltdorfpfarrer“, Pater Franz Helm SVD, ist mit dem Ablauf des Jugendfestes zufrieden. „Die Workshops gehen gut, da machen viele Leute mit viel Interesse mit. Auch die Gebetszeiten sind stimmig und tragen zum Vertiefen unseres Themas bei“, fasst er in der Mitte des Festes zusammen.

Beim „Pfingstfest St. Gabriel“ gibt es sieben Workshops:

– Sieben Missionare: Hier geht es darum, das Lebensbeispiel von Missionaren aus der Geschichte (Arnold Janssen,  Martin Gusinde, Gottfried Vanoni) und einiger Missionare aus dem Missionshaus St. Gabriel zu studieren und sich mit ihrer Missionsauffassung auseinanderzusetzen.

– Yoga: Die TeilnehmerInnen lernen einige Yoga-Praktiken und setzen sie in Beziehung zu christlichen Themen, wie etwa die „Ich-bin“-Aussagen aus dem Evangelium und der Bibel.

– 7 up: Welche Herausforderungen stellen sich in meinem Leben und mit welchen Werten begegne ich ihnen, ist die Fragestellung dieser Arbeitsgruppe. Es geht um Aspekte der Ethik auf Weltebene, aber auch im persönlichen Leben.

– Viele Wege: Es geht um Berufungsgeschichten und das Reflektieren über die eigene Berufungsgeschichte. Dieser Workshop wird von Steyler Missionaren aus Sankt Augustin (Bonn) angeboten.

– Lateinamerika: Die Lateinamerikanische Gemeinde gestaltet in St. Gabriel einen Einkehrtag im Rahmen des Jugendfestes.

– Kinderworkshop: Hier treffen sich die Jüngsten des Jugendfestes. Sie nehmen an einem sehr abwechslungsreichen Programm teil, wie es die Kinder eben auch brauchen.

– Musik: Eine große Gruppe probt die Musik und Lieder, die besonders für die Gebetszeiten und Liturgie gebraucht werden.

Ein Workshop (Bibel und Tanz) kam nicht zustande.

Für Bettina Schmidt und Franz Helm ist der Beitrag eines kleinen Liturgieteams von großer Bedeutung: „Hier werden die Inhalte noch einmal verdichtet zusammen getragen“, sagt Pater Helm.

Am Samstagabend fand eine Gebetsstunde statt, in der die Menschen in den Blick genommen wurden, die beim „Aussieben“ unserer Welt durchfallen: Wer bekommt zum Beispiel die „Rot-Weiß-Rot“-Karte, um hier in Österreich arbeiten zu können; die Kriterien dafür benachteiligen die Ärmeren. Andere Themenbereiche sind die Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, der Druck auf den Studenten (wer die ersten Prüfungen nicht schafft, wird „ausgesiebt“) oder das Mobbing am Arbeitsplatz. „Dieser eher negative Blick auf das Aussieben in dieser ersten Gebetsstunde wird in den folgenden Momenten noch von anderen Perspektiven ergänzt werden. Da soll es zum Beispiel im Blick auf die positiven Möglichkeiten auch darum gehen, sich für wenige Bereiche zu entscheiden, um dort die Perlen zu finden“, erklärt Pater Helm die Dynamik dieser Gebetsstunden.

Am Pfingstsonntag am Nachmittag findet eine feierliche Eucharistiefeier statt, in der es um das Tun des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft gehen wird.

Am Ende des Pfingstfestes werden einige „MissionarInnen auf Zeit“ ausgesandt. Der Provinzial der Steyler Missionare wird auch die drei Neupriester in ihre Arbeitsbereiche entsenden.

Christian Tauchner SVD