Weggedanken der Romaria

02.05.2012

St.Gabriel/ Maria Enzersdorf / Österreich - Bei der dritten Romaria stand ganz die Solidarität mit Flüchtlingen im Mittelpunkt. "Gedanken der Solidarität" beflügelten die rund 200 Wallfahrer*innen.

Solidarität mit Flüchtlingen (Tauchner SVD) 
Solidarität mit Flüchtlingen (Tauchner SVD)


Während der Romaria hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeiten ihre Motivation und ihre Gedanken zur Wallfahrt aufzuschreiben.


Solidarität bedeutet...


...Menschlichkeit fühlen und geben!
"Mitteilen, Mitgehen, Menschlichkeit fühlen und geben, eine gewisse Zeit auf dem Weg zu sein, um besser zu verstehen, wie es ist ohne zuhause zusein."


...Bewusstseinsbildung!
"Mir / uns bewusst machen, dass es nicht um Zigaretten geht, die an der Grenze geschmuggelt werden, sondern um Menschen, Menschen die leben wollen und dürfen!"


... Engagement!
"Wenn sich viele Menschen entschließen könnten, sich in ihrem Umfeld für einen Fremden einzusetzen, könnte sich vieles zum Positiven verändern."


... Begegnungen!
"Sonne, Durst, Wasser… Gott sei Dank gute Schuhe! Menschen begegnen, die sich für Flüchtlinge einsetzen… die geflohen sind. Gott in den Menschen begegnen."


...Bande knüpfen!

"Vielfalt über Grenzen hinaus kennen lernen. Neue Bande knüpfen. Die Augen öffnen und sich öffnen lassen vor den Zuständen in Österreich."


...Aktivismus!
"Jede und jeder kann mitmachen, Abschiebungen aktiv zu verhindern."


...Optimismus und Tatendrang!
"Eine andere menschliche, gerechte und lebenswerte Welt ist möglich!"


... Zeichen setzen und Widerstand!
"Die Wallfahrt ist für mich ein Zeichen, dass man mit der aktuellen Situation nicht einverstanden ist. Ein gemeinsames Zeichen dagegen nach außen."


...Sichtbar machen!
"Die Romaria ist für mich ein Sichtbar-Machen der skandalösen Flüchtlings- und Asylpolitik in Österreich, ein Akt der Solidarität und Verbündung mit denen, denen keine Stimme zugestanden wird."


...Grenzen brechen!

"Für mich ist dieser Tag ein Stück am Weg, Grenzen abzuschaffen… nicht nur nationalstaatliche Grenzen, die die Illusion schaffen, dass es verschiedenen Kategorien von Menschen gibt… auch Grenzen der eigenen politischen Solidarisierungsarbeit."


...Hoffnung!
"Was wir uns erhoffen: dass die Romaria Frucht bringt und bemerkt wird; dass die Motivation, die Problematik anzusprechen in den Kontexten, in den denen wir leben und arbeiten anhält."


UND was bedeutet Solidarität für DICH?

Bettina Schmidt