Pater Adolf Schrödl SVD (1938-2015)

24.07.2015

Maria Enzersdorf / Österreich - Der Gott des Lebens hat unseren Mitbruder, Pater Adolf Schrödl SVD, am 23. Juli 2015 nach einem langen und schweren Leiden zu sich gerufen.

Pater Adolf Schrödl

Pater Adolf Schrödl wurde am 12. August 1938 in Herzogbirbaum, Weinviertel, Erzdiözese Wien, als letztes von acht Kindern geboren. Schon mit dreizehn Jahren spürte er den Ruf, Priester und Missionar zu werden, und trat in das damalige Missionshaus St. Severin, Fürstenfeld, ein, wo er das Gymnasium begann. Nach drei Jahren kam er ins Missionshaus St. Rupert, Bischofshofen, und maturierte dort 1959.

Noch im selben Jahr begann er im Missionshaus St. Gabriel, Mödling, das Noviziat und legte nach zwei Jahren die ersten Gelübde ab. Nach dem Philosophiestudium in St. Gabriel setzte er das Theologiestudium in St. Augustin, Deutschland, fort, erwarb das Lizenziat in Theologie und band sich 1965 durch die Ewigen Gelübde für immer an unsere Ordensgemeinschaft. Am 22. Oktober 1966 empfing er in St. Gabriel die Priesterweihe und erhielt seine Missionsbestimmung für Österreich. Er sollte Kirchenrecht studieren und an der Hochschule von St. Gabriel dieses Fach unterrichten. So kam er nach Rom zum Studium, das er 1975 an der Gregoriana mit dem Lizenziat abschloss.

Gleich danach nahm er seine Lehrtätigkeit in St. Gabriel auf, die er 24 Jahre ausübte. Während dieser Zeit war er auch drei Jahre Vizerektor von St. Gabriel und fünf Jahre Novizenmeister. 1982 übernahm er die Leitung des Exerzitien- und Bildungshauses, die er sieben Jahre innehatte. 1989 trat er die Stelle eines Kaplans in der Herz Jesu Pfarre, Wels, an. 23 Jahre lang erfüllte er diese Aufgabe treu und gewissenhaft. Zusätzlich war er auch Beauftragter des Bischofs beim diözesanen Ehegericht in Linz. In dieser Funktion konnte er Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite stehen und zu neuen Perspektiven verhelfen. Viele Menschen haben ihn als Beichtvater geschätzt.

Im November 2012 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen nach St. Gabriel zurück und kam bald in die Pflegeabteilung des Freinademetzheimes. Er hatte in den letzten drei Jahren viel an den Folgen einer schweren Diabetes zu leiden, wozu die Amputation eines Unterschenkels und schwärende Wunden gehörten.

Pater Adolf Schrödl war ein gelassener und ruhiger Mensch, der in seiner trockenen Art sehr humorvoll sein konnte. In ihm haben wir einen liebenswerten Menschen und Mitbruder gehabt. Seine Krankheit und Schmerzen hat er in den letzten Monaten mit bewundernswerter Geduld und im Schweigen getragen. Zu seinen letzten Äußerungen gehörte die Frage: „Warum kann ich nicht sterben?“ Sein fragender Blick mit den großen Augen schien diese Frage immer wieder an jene zu stellen, die ihn liebevoll umsorgten und ihn besuchten. Jetzt hat Gott selbst ihm die Antwort gegeben.

Mit den Mitbrüdern, den Schwestern SSpS und dem Pflegepersonal trauern um ihn seine Geschwister und deren Angehörige und ehemalige MitarbeiterInnen und Pfarrangehörige.

Dankbar wollen wir am Donnerstag, dem 30. Juli 2015, um 15.00 Uhr bei der Eucharistiefeier in der Heilig Geist Kirche von St. Gabriel unseres Pater Adolf Schrödl gedenken und ihn danach zum Friedhof des Missionshauses begleiten.

P. Anton Fencz SVD, Rektor