P. Gottfried Fauster SVD mit 75 Jahren verstorben

19.01.2009

Deutschland - P. Fauster war 24 Jahre als Missionar in Indonesien tätig

P. Fauster erlitt am 8. Januar 2009 einen Schlaganfall, der zunächst als leicht eingestuft wurde und man lieferte ihn in das Marienkrankenhaus von St. Wendel ein. Jedoch sah man nach der Computertomographie, dass es sich doch um einen massiven Schlaganfall handelte. Zunächst konnte er sich noch ohne Probleme äußern, alle Gliedmaßen bewegen, nur die Augen waren starr. Kurze Zeit später stellte sich eine halbseitige Lähmung linksseitig ein und das Schlucken war ihm nicht mehr möglich. Am Samstag, dem 17. Januar 2009 verschlechterte sich sein Zustand und um 23.37 Uhr verstarb er.

P. Fauster wurde als drittes Kind der Eheleute Peter Fauster und Agnes geb. Muckel am 28. Juli 1933 in Güsten, Kreis Jülich, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Güsten kam er 1948 in die Aufbauschule der Steyler Missionare in St. Josef, Geilenkirchen. Die zwei letzten Jahre des Gymnasiums machte er in St. Xaver, Bad Driburg, und schloss 1954 mit dem Abitur ab. Im gleichen Jahr begann er sein Noviziat in St. Augustin und legte am 01. Mai 1956 dort die ersten Gelübde ab. Nach den ewigen Gelübden am 01. Mai 1960, wurde er am 04. August 1960 in der Münchener Pfarrkirche „St. Heinrich“, während des 37. Eucharistischen Weltkongresses zum Priester geweiht. Nach dem Abschluss seiner theologischen Studien 1961 erhielt er die Missionsbestimmung für Flores, Indonesien. Nach einem Pastoraljahr in München konnte er am 12. Mai 1962 auf der „Neptunia“ von Genua aus nach Djakarta, Indonesien, reisen. Er wurde von P. Hermann Bader in Mataloko in Sprache und Kultur des Landes eingeführt, bevor er 1963 seine pastorale Arbeit im Maumeregebiet, Erzdiözese Ende, auf der Insel Flores begann. Hier arbeitete er die ersten drei Jahre in Nangahale und Boganatar. 1966 ging er in die alte Mission nach Nita, wo er zusammen mit P. Johann Hoeymakers und später mit P. Johannes Gietmann zusammenarbeitete. 1969 war er wieder für ein Jahr in Boganatar. Von 1970 bis 1979 baute er die neue Mission Waturotok-Nabe auf. Seine letzte Station war Watu-Blapi, wo er u. a. mit P. Heinrich Bollen zusammen war.

In Jahren des Alleinseins litt P. Fauster öfters unter Verfolgungsängsten. 1986 schickte sein Provinzial ihn vorzeitig in Heimaturlaub in der Hoffnung, „dass seine Gesundheit wieder voll hergestellt werde und er nach Flores zurückkehren könne.“ In der Heimat rieten ihm die Fachärzte jedoch, eine leichtere Arbeit in Deutschland zu übernehmen. Nach einem kurzen Aufenthalt in St. Augustin wurde er in das Missionshaus St. Arnold bei Rheine versetzt. Hier half er oft und viel in der Pastoral aus. Nach der Schließung des Hauses zog er im Juni 2008 in das neue Seniorenheim der Deutschen Provinz.

P. Fauster war ein liebenswürdiger Mitbruder, der es liebte, mit Mitbrüdern zusammen zu sein. So ließ er kaum einen Sonntag in St. Arnold vergehen, ohne sich mit P. Tappe und P. Wolsing am Abend zu treffen. Sein plötzlicher Tod hat uns alle getroffen.

Wir wollen Gott für P. Fauster danken und feiern das Requiem für ihn am Donnerstag, den 22. Januar 2009, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses St. Wendel. Anschließend geleiten wir ihn auf unseren Klosterfriedhof, wo er seine letzte Ruhestätte findet. 

Br. Stefan Theobald SVD
 
P. Gottfried Fauster SVD