Kopf hoch, ihr Mütter von Bidibidi!

Bidi-bidi im Nordwesten Ugandas ist die größte Flüchtlingssiedlung der Welt. Seine Fläche entspricht mehr als der Hälfte Wiens. Es leben dort 270.000 Südsudanesen, die dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat entkommen wollten. Die weitaus überwiegende Zahl der Einwohner sind Frauen, Kinder und Jugendliche. Mit anderen Worten: Die Frauen kümmern sich um ihre eigenen Kinder, die Kinder ihrer Brüder und Schwestern, ihrer Verwandten und Nachbarn, die entweder im Bürgerkrieg oder auf der Flucht umgekommen sind. Von ihrer Verantwortung und ihrem Einsatz hängt das physische Überleben, das seelische Wohlbefinden und die geistige Gesundheit der Kinder und Jugendlichen des Lagers ab. Ihre soziale Wichtigkeit und Bedeutung ist umgekehrt proportional zu der sozialen Stellung und dem sozialen Ansehen, das ihnen eingeräumt und bei-gemessen wird.
Viele Frauen sind Analphabeten und haben nie eine Schulbildung genossen, weil sie bis jetzt nur Krieg und Flucht erlebt haben. Sie und die Ihren sind abhängig von der monatlichen Nahrungsmittelration, die sie empfangen. Sie haben zwar ein Stück Garten rund um ihre Baracke, aber das ist winzig und wenig ertragreich. Sogar das Holz-Sammeln fürs Kochen ist ein Problem, weil sie von den Leuten der Umgebung daran gehindert werden.
Was Sr. Benigilda SSpS auf ihren ausgedehnten Wanderungen durch das Lager am meisten von den Frauen zu hören bekommt ist: Wir wollen mehr aus unserem Stück Garten herausholen, um selber mehr beitragen zu können zu unserem Überleben und nicht gänzlich abhängig zu sein von der zugeteilten Nah-rungsmittelration.
Das erfordert gegenseitigen Austausch, Schulung, Stützpunkte, verteilt übers ganze Lager (halb Wien), geschulte Sozialarbeiter, wobei auf alle Hilfsangebote wie sie Kirche und Staat von Uganda anbieten, zurückgegriffen wird.

Bidibidi
 
SGS

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