Indien, Hyderabad --- weil jeder zählt

P. Felix Roche SVD nimmt sich einer Bevölkerungsgruppe an, auf die Jesu Rede von den „Letzten“ vielleicht am meisten zutrifft: Menschen mit einer Behinderung (auf englisch: „disabled persons“). Sie umfasst Babys und Alte, Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen, Einbeinige und Einarmige, Verkrüppelte und Entstellte, Schwerhörige und Taube, Sehschwache und Blinde, körperlich und geistig Behinderte, Epileptiker und Bluter. So bunt wie diese Gruppe, so weit ist P. Felix‘ Arbeitsfeld: Nicht nur, dass er solchen Menschen je nach Bedarf medizinische Hilfe, Physiotherapie, chirurgische Eingriffe, Prothesen und Gehhilfen, Hörgeräte und Ernährungs¬programme, Sprechtherapie und Computerkurse zukommen lässt. Als wäre das nicht schon genug, begibt er sich auf die Suche nach ihnen, denn sie leben teilweise von ihren Familienangehörigen peinlich versteckt unter den unmöglichsten Bedingungen. Er rennt von Pontius zu Pilatus, um ihnen ihre gesetzlich zugesicherte Behin¬dertenrente zu besorgen. Er kämpft seit 25 Jahren für die Einsicht, dass Behinderung keine Strafe Gottes ist, dass auch diese Menschen ein lebenswertes Leben haben, wenn wir „Gesunden“, „Normalen“ sie nicht stigmatisieren und abschieben.

akhil

P. Felix hat uns im Lauf der Jahre viele Fotos geschickt. Viele sind auf den ersten Blick abstoßend – so entsetzlich und erschreckend ist das Leid, das aus ihnen spricht. Dazwischen leuchten aber auch einige Bilder auf und verbreiten Hoffnung – so wie das Foto dieser Mutter. Sie scheint zu sagen: „Wie angenehm, dass mein Sohn und ich einmal mit anderen Augen angesehen werden, mit liebevollen.“ Und ihr Plastiksackerl liefert den Kommentar dazu: unique, einzigartig …

 
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