Asha Jyothi: ein Zuhause für Kinder

Im indischen Pregnapur betreuen die Steyler Missionare HI-infizierte Kinder, Erwachsene und Aidswaisen.

Pater Alwin Mascarenhas SVD und sein Team kümmern sich um 35 Mädchen und Jungen, die im Sozialzentrum «Asha Jyothi» («Ort der Hoffnung») ein neues Zuhause gefunden haben. Das kleinste Kind ist gerade mal gut 2 Jahre alt, das älteste 19. «Diese Kinder sind völlig unverschuldet in diese Situation geraten. Deshalb brauchen sie die beste Unterstützung, die wir ihnen bieten können», ist Pater Alwin überzeugt.

Die zwanzig Betten im Zentrum sind ständig belegt. Um manche Patienten steht es so schlecht, dass sie sich nur noch aufs Sterben vorbereiten. Andere erholen
sich gut. Manche Patienten hören zuhause auf, ihre Medizin zu nehmen. Dann kommen sie erneut zu den Steyler Missionaren, um behandelt zu werden. Die Hilfe der Steyler ist umfassend: Neben den Aidswaisen und Patienten auf dem Campus betreuen die Missionare zusätzlich HIV-infizierte Kinder und Erwachsene, die zu Hause bei ihren Familien wohnen.

Mit 2,1 Millionen Betroffenen ist Indien das Land mit der dritt- grössten HIV-Epidemie der Welt. Im Distrikt Medak, in dem das Zentrum liegt, sind über 12.000 Menschen infiziert. Zur Arbeit der Steyler Missionare gehört deshalb auch, die Lokalbevölke- rung aufzuklären, was bei der Körperhygiene zu beachten ist und wie man sich vor Krankheiten und Infektionen schützen kann.

Unter dem Vorwand, die staatliche HIV-Aids-Behandlung sei ausreichend ausgebaut und es gebe keine Notwendigkeit für Aufklärung, wurde von den Behörden sämtliche Unterstützung für Asha Jyothi gestrichen. Deshalb ist
das Sozialzentrum auf Spenden angewiesen.

Srilenha

Die Geschichte von Srilenha
Nachdem ihre Eltern an Aids gestorben waren, flüchtete Srilenha zunächst zur Familie ihres Onkels. Doch dessen Frau weigerte sich, sie aufzunehmen. Als Srilenha bei ihren Grosseltern Unterschlupf suchte, überschütteten diese sie mit heissem Wasser und beschimpften sie. Als man sie zu Pater Alwin brachte, war sie nur noch Haut und Knochen. Ihre Arme waren so dünn, dass die Ärzte im Krankenhaus keine Vene finden konnten, um eine Infusion zu legen. Man stellte fest, dass Srilenhas Mutter sie mit dem HI-Virus angesteckt hatte. Ausserdem litt sie an Tuberku- lose. Ihr Zustand schien hoffnungslos. Die Ärzte winkten ab. Doch Pater Alwin und sein Team gaben nicht auf. Fütterten das Mädchen mit getrockneten Früchten, weil sie nichts anderes in sich behalten konnte. Lasen ihr vor. Versorgten sie mit den nötigen Medikamenten. Und lang- sam, ganz langsam verbesserte sich Srilenhas Zustand wieder.Heute ist sie zwölf Jahre alt – und dankbar, dass es ihr gesundheitlich gut geht. «Ich habe hier alles, was ich mir immer gewünscht habe», sagt sie: «Gute Kleidung, zu Essen, Freunde.» Wenn sie mit der Schule fertig ist, will Srilenha Polizistin werden.

 

Was Ihre Spenden bewirken kann

  • Mit 30 Franken finanzieren Sie die medizinische Versorgung für ein Kind pro Monat.
  • Mit 90 Franken ermöglichen Sie für einen Monat Unterkunft, Essen und Bekleidung sowie die soziale Betreuung eines Kindes.
  • Mit 130 Franken unterstützen Sie das Programm zur Aufklärung der Lokalbevölkerung zu Fragen von Gesundheit und Hygiene.

Spendenkonto:

Postcheck 90-13192-2
IBAN: CH16 0900 0000 9001 3192 2, 

Steyler Missionsprokur
Schlossbergstrasse 13 
Postfach 361 
CH-6312 Steinhausen