Die Anregung Online

Liebe Freunde der ANREGUNG

Der November löst bei vielen Menschen traurige Gefühle aus, die sicher dem Geschehen in der Natur zu schulden sind. Alles scheint an Vergänglichkeit zu erinnern. Die Vegetationsphase ist abgeschlossen, Felder und Gärten abgeerntet, Blätter fallen, Nebelbänke wabern über das Land, die Nächte werden länger, die Tage kürzer. Dazu kommen die verschiedenen Gedenktage Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag, der obligatorische Gang zum Friedhof … Eine bedrückende Stimmung macht sich breit. Und obendrein werden in der Liturgie Texte vom Ende der Zeiten gelesen …


Rainer Maria Rilke setzt dem in seinem Gedicht „Blätter“ die Hoffnung entgegen.

Blätter

Die Blätter fallen,
fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
(Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926)


Allen eine hoffnungsvolle Zeit!

Für das Redaktionsteam


Karl Jansen SVD


 
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