Die Anregung Online

Liebe Leser und Leserinnen

Sommer: Reise- und Erholungszeit. Viele brechen zu neuen Ufern auf, suchen Entspannung und eine Auszeit vom täglichen Allerlei. Dazu bietet die Tourismusbranche eine Unzahl von Möglichkeiten, von Aktivurlaub bis hin zu „Faulenzen pur“.  

Der Juni bescherte uns ja schon Hitzerekorde und alle suchten sich abzukühlen. Ein Sprichwort sagt: `Suchst du die kühlste Stelle im Haus, dann vertreib deinen Hund von seinem Platz.´

Das Alte Testament berichtet uns eine schöne Begebenheit.
„Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre, während er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. Er erhob seine Augen und schaute auf, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes aus entgegen, warf sich zur Erde nieder und sagte: Mein Herr, wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. Ich will einen Bissen Brot holen, dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast! Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara und rief: Schnell drei Sea feines Mehl! Knete es und backe Brotfladen! Er lief weiter zum Vieh, nahm ein zartes, prächtiges Kalb und übergab es dem Knecht, der es schnell zubereitete. Dann nahm Abraham Butter, Milch und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen. Und setzte es ihnen vor. Er selbst wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen. …“(Gen 18,1-15). - Sie kennen die Geschichte. 

Das nenne ich mal „gelebte Gastfreundschaft“. Abraham kann sich gut in die Lage der Wanderer in der prallen Sonne hineinversetzen und trotz der Hitze läuft er ihnen entgegen, um sie in den Schatten zu bitten und ihnen eine Erfrischung und eine Stärkung anzubieten. Es kommt zu einer wahren Begegnung, bei der auch die Gäste das geben, was sie geben können: die Erfüllung der Sehnsucht Abrahams nach einem Stammhalter.

Abraham ist nicht darauf aus, den besten Platz zu ergattern, indem er mit seinem Badetuch schon recht früh einen Liegestuhl in der Nähe des Pools besetzt, wie man das aus unseren Urlaubsparadiesen kennt. `Ich war zuerst hier, ich habe dafür bezahlt, deshalb steht mir das auch zu!´ Abraham teilt; (der Schatten ist doch ein Geschenk, ist kein Besitz!); mehr noch: er stürzt sich regelrecht in Unkosten, damit die Fremden sich wohlfühlen!

Könnte doch ein interessanter Urlaub werden, wenn jede/r ein Auge auf die andere/den anderen hat.

Ihnen allen einen erholsamen Urlaub mit schönen Begegnungen und Erfahrungen!

Für das Redaktionsteam

Karl Jansen SVD


 
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