24. Sonntag im Jahreskreis (C)

Liturgische Bausteine

Gute Eigenschaften beim Mitmenschen suchen

1. Lesung: Ex 32,7-11.13-14
Zwischengesang: www.antwortgesang.de
2. Lesung: 1Tim 1,12-17
Evangelium: Lk 15,1-32


Fürbitten

- Du willst uns erlösen und befreien aus aller Verstrickung in Konflikte, Ungeborgenheit und Schuld. Hilf uns, dein Angebot zu nützen. Du unser Erlöser, A: erhöre unser Gebet.
- Wir bitten dich für alle, die in Politik und im öffentlichen Leben besondere Verantwortung tragen: Hilf ihnen, sich für das Wohl der Mitmenschen einzusetzen und dabei redlich zu sein.
- So viele Menschen stehen auch heute am Rand der Gesellschaft und haben niemanden, der sich ihrer annimmt, und werden verurteilt: Geleite du sie in besonderer Weise – auch durch uns.
- Wir bitten dich für unsere Verstorbenen, besonders für jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Ermögliche ihnen den Zugang zum ewigen Leben.


Pfr. Dr. Christoph Goldschmidt


Weitere Elemente zur Liturgie

Einleitung

Kirche und Christsein haben genau so zu sein, nur ja keine Abweichungen – weder in der Lehre noch in der Liturgie und schon gar nicht in der Struktur! Wofür haben wir denn sonst die Spielregeln?! Und im Übrigen müssen wir an der jahrhundertealten Tradition festhalten. Das hat sich bewährt und ist deshalb gut. –

Mein Gott, ist der kleinkariert, fast schon pedantisch, aber typisch Mensch. Steckt nicht in uns allen so etwas? Ist es nicht ein Bedürfnis von Sicherheit, was letztlich hinter diesem Verhalten steckt?

Mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, die ja genau wussten, was Gott will, hält Jesus uns einen Spiegel vor und mit einem Augenzwinkern gibt er uns zu verstehen: Okay. Menschen sind so, Menschen denken so, Gott aber nicht! Öffnet euch, lernt von ihm, was Güte, was Großherzigkeit ist.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
- du begegnest unserem Starrsinn mit Offenheit. Herr, erbarme dich.
- Unsere Verstocktheit kann sich in Freude verwandeln. Christus, erbarme dich.
- Dann geht der Himmel für alle auf. Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Gott, deine Liebe kennt keine Grenzen und wenn jemand gefallen ist, stehst du an seiner Seite, bereit, ihm wieder auf die Beine zu helfen. Wir bitten dich: lass uns dein Wort unter die Haut gehen, deine Frohe Botschaft weiche all unsere Engstirnigkeit auf und bewirke in uns einen Freudentaumel, der Kreise zieht. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Fürbitten

Herr, unser Gott, wir brauchen Verzeihung, die uns frei macht und Mut zu neuem Anfang schenkt. Wir bitten dich:

… (siehe oben)

Herr, du bist es, dem wir im Leben und im Tod gehören. Lass uns geborgen sein in dir. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Gabengebet

Vater im Himmel, es ist uns eine Freude, hier sein zu dürfen und dir diese Gaben zu bringen. Mit ihnen legen wir dir auch unser Leben in deine Hände und bitten dich: Die durch deinen Geist geheiligten Gaben machen uns zu Boten der Frohen Botschaft. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Hochgebet - „Bescheidenheit“

Präfation
Gott, wir danken dir,
dass du bescheiden bist,
dass du deinen Himmel
mit dem kleinen Senfkorn vergleichst
und mit einem bisschen Sauerteig;
dass du dich mit den Geringsten
an einen Tisch setzt
und dich im Säuseln des Windes
und im kleinen Kind von Bethlehem zeigst.

Gott wir danken dir,
dass du ganz und gar unbescheiden bist,
dass dein Lieben, dein Gutsein
und dein Verzeihen maßlos sind.

Aus dem Nichts hast du die Welt geschaffen
und aus den Toten machst du Lebende.
Um deiner Kleinheit und um deiner Größe willen
preisen wir dich und rufen:
Sanctus

Gott, wir danken dir für Jesus, unseren Bruder.
So einfach wie er war,
so einfach sind seine Zeichen:
Brot und Wein.

Wir sind da, um sie zu teilen,
um uns miteinander an Jesus zu erinnern,
uns gegenseitig zu bestärken
im Hoffen und Handeln.

Deine Lebenskraft beseele
die Dinge und Geschöpfe –
wie am Anfang so am Ende –
und bewirke unter uns
Verbundenheit und Verbindlichkeit.

Darum bitten wir dich:
Sende deinen Geist über Brot und Wein,
damit Jesus Christus + mit Leib und Blut
in unserer Mitte gegenwärtig wird.

Denn am Abend vor seinem Leiden
nahm er beim Mahl das Brot
und sagte dir Dank,
brach das Brot, reichte es seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er den Kelch mit Wein,
dankte wiederum,
reichte den Kelch seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens
Akklamation

Jesus, bis du wiederkommst,
bleibt uns die Erinnerung
an dein Leben, an dein Sterben
und an deine Auferweckung.
Diese Erinnerung ist es,
die uns im Letzten leben und lieben,
handeln und hoffen lässt.

Jesus, deine Demut,
sie hat den Machtlosen die Füße gewaschen,
sie hat den Aussätzigen berührt,
mit der einfachen Frau am Brunnen
über Großes gesprochen
und dich, Gott, und dein Reich
im Aufgehen des Sauerteigs entdeckt.

Gott, lass auch uns –
gemeinsam mit unserem Papst Franziskus,
mit unserm Bischof N.
und seinem Mitarbeiterstab –
bestärken, was klein ist,
befragen, was sich groß gebärdet,
um Wichtigeres streiten als um die besten Plätze
und voreinander nicht weniger
und nicht mehr sein, als wir sind.

Eines Tages wird es keine Ersten
und keine Letzten mehr geben,
man wird keine reservierten Plätze
und keine privilegierten Verhältnisse mehr haben.

Eines Tages wird das Einteilen
in oben und unten zu Ende sein
und die große Rechnerei vorbei.

Alle werden ganz dazu gehören,
die Kranken gesund,
die Bekümmerten froh,
die Getrennten vereint,
und das Leben wird dem Tod ins Gesicht lachen.

Auf diesen Tag hin sind wir,
deine pilgernde Kirche, unterwegs,
begleitet von Maria und Josef,
den Aposteln und allen deinen Heiligen.
Für diesen Tag loben wir dich,
Gott, schon heute,
durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.
Doxologie
                                  aus der Schweiz; Quelle unbekannt

 

Hochgebet - "Vom verlorenen Sohn"

Präfation
Gnädiger Gott,
wir preisen deine Barmherzigkeit
und sind dankbar für deine Geduld.
Du nimmst uns Menschen, wie wir sind,
und schaust nicht auf unser Versagen.
Selbst wo die Sünde überhandnahm,
zeigte sich noch überwältigender deine Gnade.
Dein göttliches Verzeihen fordert uns heraus,
selbst zu verzeihen – siebzigmalsiebenmal.

Wir danken dir um Jesu willen,
der stets bereit war,
das versöhnende Wort zu sprechen:
Deine Sünden sind vergeben.
Seine Liebe erwies sich am Kreuz,
sie war größer als all unsere Bosheit zusammen.
Bis in den Tod war sein Leben
#ein Dienst für die Menschen.
So zeigte der Meister den Schülern den Weg:
der Geringste zu werden, um groß zu sein –
zu sterben, um wahrhaft zu leben.

Darum preisen wir dich
in der Gemeinschaft der Kirche
und rufen zu deiner Ehre:
Sanctus

Heiliger Gott, wir danken dir
für die Botschaft von der Vergebung,
die Jesus uns Menschen gebracht hat.
Er rief uns alle zur Umkehr,
denn deine Herrschaft muss kommen.
Er war der gute Hirt,
der dem verirrten Schaf nachging.
Er verkehrte mit Sündern
und war bei Zöllnern zu Gast.
Er offenbarte uns deine Freude
über den „verlorenen Sohn“,
der den Weg zu seinem Vater zurückfand –
der tot war und wieder lebendig wurde.
Er, der ohne Sünde war,
ließ sich unter die Sünder zählen:
Er wurde das „Lamm“,
das sich nicht gegen den Tod wehrte
und das die Sünde der Welt hinwegnahm.

Gott, barmherziger Vater,
du forderst von allen,
die uneins geworden sind,
sich miteinander zu versöhnen,
und wenn wir den anderen vergeben,
lässt du auch uns bei dir
Gnade finden um Jesu willen.

Sende nun deinen Geist
auf diese Gaben herab und heilige sie,
damit sie uns werden
Leib + und Blut deines geliebten Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus.

Am Abend vor seinem Leiden
nahm er das Brot in seine Hände,
erhob die Augen zu dir, seinem Vater,
sprach den Segen,
brach das Brot und reichte es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON,
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

So nahm er auch,
als sie gegessen hatten,
den Kelch in seine Hände,
#sprach Segen und Dankgebet
#und reichte ihn seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND TRINKT ALLLE DARAUS.
DAS IST DER KELCH DES NEUEN
UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Akklamation
Wenn wir von diesem Brot essen
und aus dem Kelch trinken.
Verkünden wir den Tod des Herrn,
bis er wiederkommt.


Gott, unser Vater,
wir gedenken deines Sohnes:
Um unserer Sünden willen ward er durchbohrt –
der Menschen Verbrechen wegen
wurde er zerbrochen –
auf ihm lag all unsere Schuld.
Er wurde gehorsam bis zum Tod,
ja bis zum Tod am Kreuz.
Aber du hast ihn hoch erhoben
und ließest ihn aufstehen aus dem Grab.
Dann stand er wieder
im Kreis der Seinen und sprach zu ihnen:
Empfangt den Heiligen Geist;
wem ihr die Sünden vergebt,
dem sollen sie vergeben sein.

Gott, wir bitten dich:
Sende den Geist Jesu Christi
jetzt in dieser Stunde,
damit unsere Schuld vergeben wird
und wir eins sind in ihm.
Lass uns sein heiliges Brot
nicht zum Gericht werden,
sondern allen auf ewig das Leben schenken;
lass den Kelch seines Blutes uns heilen
und retten aus der Gewalt des Bösen.

Gib uns einen neuen Geist,
den Geist der Buße und der Geduld.
Mach uns bereit,
die eigenen Fehler zu erkennen
und die der anderen zu vergeben.
Hilf uns, milde zu sein,
wenn jemand gefehlt hat.

Bewahre du uns untereinander
in der Gemeinschaft des Sinnes und Herzens
mit unserem Papst Franziskus
und unserem Bischof N.
Sie lenken das Schiff der Kirche
in den Wirren unserer Zeit.
Hilf uns milde zu sein, wenn sie gefehlt haben.
Lass uns dem Beispiel Jesu folgen,
dessen verzeihende Liebe grenzenlos war.

Gedenke unserer Verstorbenen,
die uns mit dem Siegel des Glaubens
vorangegangen sind...
(Hier kann für Verstorbene gebetet werden)
Führe sie in das Reich des ewigen Lebens.

Wir Sünder hoffen auf deine Barmherzigkeit.
Gib uns Gemeinschaft mit deinen Heiligen,
mit Maria, der Mutter Jesu,
seinem Ziehvater, dem Hl. Josef,
den Aposteln und Apostelinnen.
Wäge nicht unser Verdienst,
sondern verzeih uns und gib uns
mit ihnen das Erbe des Himmels.

Gott, sei uns Sündern gnädig –
um Jesu willen.
Er war dir treu bis in den Tod –
er war der Erlöser der Welt –
der neue Mensch.
Doxologie
                               Quelle unbekannt


Einleitung zum Vaterunser

Was in unserem Leben trägt, was die Ängste in uns überwindet, das ist das unerschütterliche Vertrauen, dass Gott bei uns ist und uns wie ein guter Vater schützt und begleitet. Zu ihm beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel, …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Der Friede Gottes ist kein vergänglicher Friede im Sinne der Welt. Er ist geistgewirkt. Deshalb bitten wir um Gottes bleibenden Frieden: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Nach der Kommunion

(gemeinsam beten)
Herr Jesus Christus, du hast uns gelehrt,
barmherzig zu sein wie der himmlische Vater,
und uns gesagt: Wer mich sieht, sieht ihn.
Zeig uns dein Angesicht,
und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes;
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon,
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen;
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu.
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören,
als sei es an uns persönlich gerichtet:
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!”
Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters
und offenbarst uns den Gott,
der seine Allmacht vor allem in der Vergebung
und in der Barmherzigkeit zeigt.
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz,
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind,
damit sie Mitleid verspüren mit denen,
die in Unwissenheit und Irrtum leben.
Schenke allen, die sich an sie wenden, die Erfahrung,
von Gott erwartet und geliebt zu sein
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist
und schenke uns allen seine Salbung,
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit
ein Gnadenjahr des Herrn werde
und deine Kirche mit neuer Begeisterung
den Armen die Frohe Botschaft bringe,
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich,
auf die Fürsprache Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit,
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebst und herrschst in alle Ewigkeit. Amen.

Papst Franziskus, Gebet zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit


Schlussgebet

Barmherziger Gott, wie gut tut es, hin und wieder innehalten zu können, still zu werden, um zu überlegen: Wo stehe ich? Und welch ein Geschenk, wenn du uns dabei mit dem Evangelium zur Seite stehst. Dafür danken wir dir. Hilf uns, alles Erstarrte und „Gesetzesdenken“ abzustreifen, damit wir so leben, wie es deinem Willen entspricht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Karl Jansen SVD