5. Fastensonntag (A)

Liturgische Bausteine

Berührt sein von der Barmherzigkeit Gottes

1. Lesung: Ez 37,12b-14
2. Lesung: Röm 8,8-11
Evangelium: Joh 11,1-45

Kyrie

- Manchmal spüren wir Gottes Liebe. Manchmal spüren wir nichts. Begleite uns, Herr, wenn die Ängste kommen. – Kyrie eleison
- Manchmal kennen wir Gottes Willen. Manchmal kennen wir nichts. Erleuchte uns, Herr, wenn die Fragen kommen. – Christe eleison
- Manchmal wirken wir Gottes Frieden. Manchmal wirken wir nichts. Erwecke uns, Herr, dass dein Friede kommt. – Kyrie eleison

Es erbarme sich unser der Herr. Er schenke uns Vergebung unserer Schuld und seine Gnade, damit wir uns der Liebe und dem Leben mit neuem Eifer zuwenden. – Amen.

Tagesgebet

Du Gott des Lebens, du kennst uns durch und durch. Du weißt um unsere Grenzen und um unsere Bedürftigkeit. Du weißt, was uns gut tut, noch bevor wir es selbst erkennen. Lass unsere Sinne in dieser österlichen Bußzeit offen sein - für alles Schöne, das wir erfahren dürfen, für die Nöte unserer Mitmenschen, für unsere eigene Seelennot. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in dieser vorösterlichen Bußzeit fordert uns dein Evangelium dazu auf, unseren Glauben und unsere Liebe zu Gott zu erneuern. Wir bitten dich:

- Stärke in dieser unserer Zeit in den jungen Menschen die Sehnsucht, sich zu gütigen, wohlwollenden und hilfsbereiten Menschen zu entwickeln: Christus, höre uns.
- Lass deine Barmherzigkeit besonders jene Menschen spüren, die in ihrem Leben Unrecht erleiden müssen und deren Menschenwürde mit Füßen getreten wird:
- Leite alle Menschen mit deinem heiligen Geist, die vor einer wichtigen Entscheidung für ihr Leben stehen und sich damit sehr schwer tun:
- Sei nahe den Kranken und Sterbenden und nimm die Verstorbenen, denen wir im Leben viel zu verdanken haben, auf in die Gemeinschaft mit dir:

Herr Jesus Christus, dir vertrauen wir uns und unser Leben an. Höre und erhöre unsere Gebete, so, wie es deinem Willen entspricht. Dich loben und preisen wir, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.

Gabengebet

Du Gott des Lebens, in diesen Tagen der Fastenzeit sind wir uns unterwegs auf den Weg zu uns selbst, zum Nächsten, zu dir. Du stärkst uns dabei mit dem Brot des Lebens und dem Kelch der Freude. Wir danken dir für die Gaben, die hier auf dem Altar bereitet sind. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Mediation nach der Kommunion

Gott hat die Auferstehung in jedes Blatt und in jeden Baum gelegt.
Wenn du dieser Tage durch die Natur gehst,
kannst du die Auferstehung der Natur erleben.
Auch wir brauchen sozusagen immer wieder einen neuen Frühling,
einen Kuss des Ruachs,
ein Zeichen des Geistes Gottes
damit wir in der Gewissheit leben,
dass er uns auferweckt.
Lass diesen "Frühling" in dein Herz einziehen.

Steh auf aus der Nacht deiner Mutlosigkeit!
Steh auf von deiner Lebensmüdigkeit,
die dir durch Sorgen und Kummer
immer wieder die Freude stehlen möchte
über die Verheißung der Auferstehung!

Schau hin dieser Tage,
so wie jetzt alles aufersteht,
so sollst du Auferstehen.
Jeden Tag sollst dich erfreuen
über den neuen Morgen voller Sonne,
voll fröhlichem Vogelgezwitscher,
voller duftender wunderschöner Blumen
die dich in einer Farbenpracht und Vielfalt empfängt.

Wach auf aus deinem Winterschlaf!
Steh auf!
Gott schenkt dir die Auferstehung!
Gott liebt Dich!
                         aus dem Internetforum ‚gnadenkinder‘


Schlussgebet

Du Gott des Lebens, wir danken dir, dass wir Gäste an deinem Tisch sein durften.
Wir bitten dich um Treue, um Freude und um Mut. Hilf uns, deine Liebe mit denen zu teilen, die fremd, einsam und verlassen sind. Schenke uns deinen liebevollen Blick auf die Welt, denn du lässt nicht fallen, was du gut erschaffen hast. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

© Norbert Cuypers SVD


Weitere Texte

Liturgischer Gruß

Die Gnade Gottes, unseres barmherzigen Vaters, sei mit euch.


Einleitung

Im Lied „Unser Stammbaum“ der Kölner Kultband „Bläck Fööss“ heißt es:
„Ich bin aus Palermo, brachte Spaghetti für euch mit; und ich, ich bin ein „Pimmok“ [jemand, der sich nicht anpassen will], heute lache ich mit euch zusammen, ich bin Grieche, Türke, Jude, Moslem und Buddhist,
wir alle, wir sind nur Menschen und vor dem Herrgott alle gleich.“
Ja, für Gott spielt es keine Rolle, was einer ist, was einer glaubt oder wo er herstammt. Jeder hat das Recht auf ein gutes Leben. Hat einer sich falsch verhalten und Fehler gemacht, sprich Schuld auf sich geladen – Hauptsache, er ist bereit, seine Verantwortung zu übernehmen und umzukehren. Gottes Arme sind zur Umarmung ausgebreitet!

 

Hochgebet – „Gottes Barmherzigkeit“

Präfation
Gnädiger Gott,
wir preisen deine Barmherzigkeit
und danken dir für deine Geduld.
Du nimmst uns Menschen, wie wir sind,
und schaust nicht auf unser Versagen.
Selbst wo die Sünde überhandnahm,
zeigte sich noch überwältigender deine Gnade.
Dein göttliches Verzeihen fordert uns heraus,
selbst zu verzeihen – siebzigmal siebenmal.
Wir danken dir um Jesu willen,
der stets bereit war, das versöhnende Wort zu sprechen:
„Deine Sünden sind vergeben.“
Seine Liebe erwies sich am Kreuz,
sie war größer als all unsere Bosheit.
Bis in den Tod
war sein Leben ein Dienst für die Menschen.
So zeigte der Meister den Schülern den Weg:
der Geringste zu werden, um groß zu sein –
zu sterben, um wahrhaft zu leben.
Darum preisen wir dich in der Gemeinschaft der Kirche
und rufen mit den Chören der Engel zu deiner Ehre:
Sanctus

Heiliger Gott,
wir danken dir für die Botschaft von der Vergebung,
die Jesus uns Menschen gebracht hat.
Er rief uns alle zur Umkehr,
damit deine Herrschaft kommen kann.
Er war der Gute Hirt,
der dem verirrten Schaf nachging.
Er verkehrte mit Sündern
und war bei Zöllnern zu Gast.
Er offenbarte uns deine Freude
über den „verlorenen Sohn“,
der den Weg zu seinem Vater zurückfand,
der tot war und wieder lebendig wurde.
Er, der ohne Sünde war,
ließ sich unter die Sünder zählen:
Er wurde das „Lamm“,
das sich nicht wehrte gegen den Tod
und das die Sünde der Welt hinwegnahm.

Gott, barmherziger Vater,
Du willst, dass alle, die uneins geworden sind,
sich miteinander versöhnen;
und wenn wir den andern vergeben,
lässt du uns auch bei dir Gnade finden um Jesu willen.

Sende nun deinen Geist auf diese Gaben herab
und heilige sie, damit sie uns werden
Leib + und Blut deines geliebten Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus.

Er nahm am Abend vor seinem Leiden
das Brot in seine Hände,
erhob die Augen zu dir, seinem Vater,
sprach den Segen,
brach das Brot
und reichte es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

So nahm er auch, als sie gegessen hatten,
den Kelch in seine Hände,
sprach Segen und Dank
und reichte ihn seinen Jüngern mit den Worten:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens
Akklamation

Gott, unser Vater, wir gedenken deines Sohnes:
Um unserer Sünden willen ward er durchbohrt -
der Menschen Verbrechen wegen wurde er zerbrochen –
auf ihm lag all unsere Schuld.
Er wurde gehorsam bis zum Tod,
ja, bis zum Tod am Kreuz.
Aber du hast ihn hoch erhoben
und ließt ihn aufstehen aus dem Grab.
Dann stand er wieder im Kreis der Seinen
und sprach zu ihnen:
Empfanget den Heiligen Geist;
wem ihr die Sünden vergebt,
dem sind sie vergeben.

Gott, wir bitten dich:
Sende den Geist Jesu Christi
jetzt in dieser Stunde,
damit unsere Schuld vergeben wird
und wir eins sind in ihm.
Lass sein heiliges Brot uns nicht zum Gericht werden,
sondern allen auf ewig das Leben schenken;
lass den Kelch seines Blutes uns heilen
und retten aus der Gewalt des Bösen.

Gib uns, deinem pilgernden Volk,
unserem Papst Franziskus
und allen Bischöfen einen neuen Geist,
den Geist der Buße und der Geduld.
Mach uns bereit,
die eigenen Fehler zu erkennen
und die der anderen zu vergeben.
Hilf uns, milde zu sein, wenn jemand gefehlt hat.

Guter Gott, wir empfehlen dir
auch unsere verstorbenen Angehörigen
und alle, die auf der Erde gelebt haben.
Schau nicht auf ihr Versagen,
sondern auf den guten Willen,
ihr Leben menschenfreundlich zu gestalten.
(Hier kann der Verstorbenen gedacht werden.)

In Gemeinschaft mit Maria und Josef,
den Aposteln und allen Heiligen
sagen wir dir Dank
durch unseren Herrn Jesus Christus
Er war dir treu bis in den Tod –
er war der Erlöser der Welt –
der neue Mensch.
Doxologie
                                                   Quelle unbekannt

 

Einleitung zum Vaterunser

„Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin“. Durch Jesus wissen wir, wer und wie der Vater ist. Deshalb wenden wir uns jetzt vertrauensvoll an ihn und beten: Vater unser im Himmel, …

 

Einleitung zum Friedensgebet

„Ich hauche euch meinen Geist ein“. Es ist der Geist des Friedens und der Versöhnung, ein Geist, der Leben schafft, Leben in Fülle. Bitten wir den Herrn um seinen Geist des Friedens: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Karl Jansen SVD