2. Sonntag im Jahreskreis (B)

Liturgische Bausteine

Gott beruft ständig Menschen. Können wir seinen Ruf erkennen?

1. Lesung: 1Sam 3,3b-10.19
2. Lesung: 1Kor 6,13-15a.17-20
Evangelium: Joh 1,35-42

Einleitung

Ab und zu singen wir das Lied „Gott ruft sein Volk zusammen“ (GL 477). Besonders in der Advents- und Fastenzeit werden wir an die Bibelverse (Hebr 3,7-8; Ps 95,7) erinnert: „Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen.“ Immer wieder sind wir eingeladen, um die Stimme Gottes zu hören. Sie führt uns zu Frieden, Harmonie und Vollkommenheit. Gott spricht zu uns jetzt, wenn wir unseren Gottesdienst feiern, aber auch in unserem Alltag. Möge Gottes Stimme bei uns immer auf offene Ohren treffen.

Bußakt

Bevor wir das Gedächtnis unseres Herrn feiern, wollen wir uns besinnen und Gott um Vergebung unserer Schuld bitten: „Ich bekenne, Gott, dem Allmächtigen … "

Kyrie

- Herr, du bist das Ziel unserer Sehnsucht. Herr, erbarme dich.
- Christus, du rufst die Menschen zur Freiheit der Kinder des himmlischen Vaters. Christus, erbarme dich.
- Herr, deine Stimme führt uns auf dem Weg zum ewigen Leben. Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Gott, du Schöpfer von Welt und Menschen, deine Güte und Menschenfreundlichkeit ist in deinem eingeborenen Sohn auf Erden erschienen. Wir bitten dich: Öffne unsere Augen für seine Zeichen und stärke unsern Glauben an die Kraft deiner Liebe durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn und unsern Bruder, der mit dir und dem Heiligen Geist in unserer Mitte lebt jetzt und in Ewigkeit.

 

Fürbitten

Gott, unser Schöpfer, Begleiter und Ziel, wir bitten dich:

- Gibt den Verantwortlichen in der Kirche die Freiheit und den Mut, neuen Berufe zu erkennen und den neuen Wegen Raum zu geben.
- Stärke die christlichen Gemeinden durch den Dienst derer, die deine Berufung erkannt haben und sie dort zum Aufbau der Gemeinde umsetzen möchten.
- Hilf den Menschen, in ihrer Antwort auf deinen Ruf großzügig zu sein.
- Bewahre uns vor Stagnation/Leblosigkeit und hilf uns, in deinem Geist zu leben und zu wirken.

Barmherziger Gott, dein Sohn ruft uns zur Nachfolge. Mache uns offen für sein Wort und seine Liebe. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn
 

Gabengebet

Gott und Vater, das Brot und der Wein auf diesem Altar sind Zeichen unserer Hingabe. Sei in unserer Mitte, wenn wir das Mahl deines Sohnes feiern, bis er wiederkommt: Jesus Christus, unser Herr.

 

Hochgebet - „Berufung“

Präfation
Wir können nicht anders, Gott,
als dich zu rühmen und dir zu danken.
Denn zu jeder Zeit rufst du
die Menschen auf einen Weg,
der für sie und alle zum Segen wird.
Einst hast du Abraham gerufen.
Auf dein Wort hin hat er alles verlassen
und sich auf den Weg gemacht,
den du ihn führen wolltest.
In der Wüste hast du Mose gerufen,
und er ist mit deinem Volk aufgebrochen,
um es in die Freiheit zu führen.
Dann hast du Propheten gerufen,
damit sie dein Volk wachrütteln
und zur Umkehr bewegen,
um nicht wieder in Abhängigkeit zu fallen.
Im Neuen Bund hat Jesus Menschen gerufen,
ihm nachzufolgen, seine Schüler zu werden
und den Menschen den Weg
der Befreiung zu zeigen.
Heute rufst du uns,
denn durch uns willst du die Welt
auch heute noch zum Heil führen.
So stimmen wir dankbar
in den Lobpreis deiner Heiligen ein
und singen voll Freude:
Sanctus

Dich, liebender Gott,
feiern wir in dieser Stunde.
Du hast alles für uns getan
und legst deine heilende Hand
auch weiterhin auf uns.

Ergreife nun diese Gaben
durch deinen Heiligen Geist
und schenke sie uns wieder
als den + Leib und das Blut deines Sohnes,
unseres Bruders und Herrn Jesus Christus.

Denn in der Nacht der Entscheidung
nahm er inmitten seiner Jünger das Brot,
sagte dir Dank, brach das Brot
und reichte es den Seinen mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Dann nahm er den Kelch,
dankte dir wieder
und reichte ihn seinen Freunden,
indem er sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens:
Akklamation

Dein Sohn ist durch Leiden und Tod
zurückgekehrt in die grenzenlose Freiheit
deines Lebens, um für uns
einen Platz bei dir zu bereiten.

Uns aber hat er aufgetragen,
uns selbst und alle vorzubereiten
für diese Zukunft in deiner neuen Welt.
Sein Wort hat er uns hinterlassen,
damit es uns den Weg in die Zukunft weist.
Seinen Leib und sein Blut reicht er uns,
um uns stets von neuem zu heilen
und zu stärken für diesen Weg.

Sei mit deinem Heiligen Geist
stets in uns und unter uns.
Er erhalte uns in der Treue zu unserer Berufung.
Er schütze und leite uns
und unsere gläubigen Schwestern und Brüder,
unseren Bischof N. und alle Bischöfe,
unseren Papst Franziskus
und deine ganze heilige Kirche,
auf dass wir deine Sendung
für die Menschen erfüllen.

Du versagst keinem deine Liebe,
wie sehr er auch vor dir versagt haben mag.
Denn du willst jeden zu dir zurückführen,
der sich von dir getrennt hat,
weil dein Vatersein keine Grenzen kennt.

Darum haben wir auch Zuversicht
für unsere verstorbenen Schwestern und Brüder,
(Hier kann der Verstorbenen gedacht werden.)
dass du unser Gebet für sie erhörst
und an ihnen vollendest,
was in ihrem irdischen Leben
Stückwerk geblieben ist.

Und in diesem Vertrauen
bitten wir für uns selber und für alle,
die mit uns auf Erden leben:
Lass unsere Hoffnung nicht vergebens sein!

Schenke uns zusammen mit
(der/dem hl. N. und) allen Heiligen,
wozu du uns berufen hast:
die Seligkeit befreiten Lebens in deinem Reich.
So bitten wir durch deinen Sohn,
unseren Herrn Jesus Christus.
Doxologie

(s.: Werner Eizinger, Impulse zum Eucharistischen Hochgebet, Butzon & Bercker, 03/2000)
 

Oder: Hochgebet – „Nachfolge“

Präfation
Ja, es ist würdig und recht
es ist gut und richtig, dir,
guter Gott, immer und überall
in unserem Leben zu danken,
denn in Jesus Christus hast du uns offenbart,
wer und wie du für uns bist:
ein menschen- und lebensfreundlicher Gott.

In ihm, Jesus Christus,
sind wir mehr als Frauen und Männer,
wir alle sind Schwestern und Brüder,
die seinem Beispiel folgen wollen.

Wir danken dir,
denn deine frohe Botschaft ruft uns Menschen
zur Umkehr und zur Nachfolge,
zu Solidarität und Achtung voreinander.

So danken wir dir, Gott,
für das Leben und die Berufung,
die du einem jeden von uns geschenkt hast.
Darum freuen wir uns und singen
mit allen Engeln und Heiligen des Himmels:
Sanctus

Ja, guter Gott, du bist heilig
und du schenkst Heil,
doch die Welt, in der wir leben,
ist voll von Unrecht und Unterdrückung.
Sie trennt zwischen Reich und Arm,
unterscheidet zwischen mächtig und ohnmächtig,
grenzt oben von unten ab.

Als Christen sind wir oft sprachlos,
wenn wir dann das eine Wort sa¬gen sollen,
das Menschen heilen kann;
wir sind oft ratlos,
wenn wir den ersten Schritt tun sollen,
diese unhaltbaren Zustände zu beseiti¬gen.

Um dennoch nicht aufzugeben
im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden,
feiern wir Eucharistie und denken an Jesus,
der mit allen teilt.
Mit ihm kam ein neuer Anfang in diese Welt.
Denn da waren Menschen,
blind vor Rechthaberei und Gesetzestreue;
Er sagte: Seht mit meinen Augen.
Da gingen ihnen die Augen auf.
Da waren Menschen,
taub vor hohlen Phrasen.
Er sagte: Hört mit meinen Ohren.
Da verging ihnen Hören und Sehen.
Da waren Menschen,
lahm und müde von stets neuer Enttäu¬schung.
Er sagte: Geht auf meinen Wegen.
Da folgten sie ihm nach.

Deshalb, guter Gott,
feiern wir jetzt Eucharistie
und sagen dir Dank für Jesus,
deinen Sohn und unseren Herrn.

Wir tun zeichenhaft, was er wirklich getan hat,
denn ihn hat sein Tun das Leben gekostet.
Menschen zum Durchblick zu ver¬helfen,
Men¬schen zur Umkehr der Werte zu bewegen,
das störte allzu sehr die Großen und Mächtigen.
Jesus aber fasste sein ganzes Leben
in einem einfachen Zeichen zusammen,
in Brot und Wein,
als er mit seinen Freunden
das Abschiedsmahl hielt.

So bitten wir dich, allmächtiger Gott:
Segne diese Gaben von Brot und Wein
durch deinen Geist
und vollende sie für uns
als den Leib + und das Blut deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus.

Damals brach Jesus das Brot.
Er dankte dir und gab es sei¬nen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES.
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens:
Akklamation

Darum bitten wir dich, Vater,
für deine Kirche:
Beschütze und führe sie;
gib ihr Frieden und Einheit
überall auf der Welt.
Gib unserem Papst Franziskus,
unserem Bischof N.
und allen Frauen und Männern,
die in deiner Kirche ein Amt verwalten
Weisheit und Kraft.

Gedenke in deiner Güte auch der Menschen,
die in unserem Herzen
einen beson¬deren Platz haben.

Bleib all jenen treu,
die der Tod uns
in diesem Leben genommen hat.

Mit deinem ganzen Volk,
mit Maria, der Mutter des Herrn,
dem heiligen Josef,
mit den Aposteln und Märtyrern,
mit dem/der heiligen N.
und all deinen heiligen Frauen und Männern,
ja, mit allen Menschen auf der Erde,
die auf dich vertrauen,
bitten wir dich um deine Barmherzigkeit,
neigen wir uns vor deiner Größe
und sagen wir dir unseren Dank.
Doxologie

                                                      (Quelle unbekannt)


Einleitung zum Vaterunser

Guter Bruder und Herr, nimm uns mit dir, zeige uns wo du lebst, lass uns eintauchen in das Reich deines Vaters, damit wir seinen Namen heiligen und sein Reich sich weiter ausbreite. In deinem Namen wollen wir beten: Vater unser im Himmel, …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Wirklicher Friede wird dort, wo die Gegenwart Christi gelebt und erfahrbar wird. Bereiten wir Herz und Sinn, indem wir unseren Herrn, hier im heiligen Sakrament unter uns anwesend, bitten: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Schlussgebet

Gott, du Geber aller guten Gaben, im Brot, das wir gebrochen, im Becher, den wir miteinander geteilt haben, hast du uns ein Zeichen deines kommenden Reiches geschenkt. Lass die Gabe, die wir empfangen haben, Frucht tragen in unserem Leben und zum Aufbau deines Reiches in der Welt beitragen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Stan Grodz SVD; P. Karl Jansen SVD
 
 
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