3. Sonntag der Osterzeit (B)

Liturgische Bausteine

Der Weg zum Glauben

1. Lesung: Apg 3,12a.13-15.17-19
2. Lesung: 1Joh 2,1-5a
Evangelium: Lk 24,35-48
Zum Kantillieren des Evangeliums: www.stuerber.de


Liturgischer Gruß

Der Herr, der uns die Augen öffnet für seine Gegenwart, sei mit euch. 


Einleitung

Die Auferstehung Jesu war für die Jünger unfassbar. Das heutige Evangelium sagt uns sogar, dass sie selbst ,,vor Freude immer noch nicht glauben“ konnten. Was dann von Jesus her als ,,Beweis“ aussieht, ist eher ein Ihnen-die-Augen-und-Herzen-Öffnen, damit sie fähig wurden, diese ungeheure Tatsache aufzunehmen. – Auch uns muss er immer wieder die Augen und Herzen öffnen für das Geheimnis seiner Gegenwart. Wir bitten ihn um seine Gnade und um sein Erbarmen.
 

Das sonntägliche Taufgedächtnis

MB S. 1171ff (Osterzeit)
Herr, allmächtiger Vater, …

(Wird Osterwasser verwendet, entfällt die Segnung.)

… Gott, so schaffe auch uns neu durch Christus, unseren Herrn.

Dazu: GL 491 „Ich bin getauft und Gott geweiht“
Oder: GL 835 (Köln) „Fest soll mein Taufbund immer stehn“

Das allgemeine Schuldbekenntnis (Form A und B) entfällt!

Kyrie

Herr Jesus Christus,
- Du hast uns hineingenommen in deinen Tod und deine Auferstehung: Herr, erbarme dich.
- du hast dich als Auferstandener gezeigt: Christus, erbarme dich.
- du hast die Kleingläubigen zwar getadelt, aber auch überzeugt: Herr, erbarme dich.
 

Tagesgebet

Gott, das Licht deiner Weisheit erleuchtet die Irrenden, dass sie heimfinden zu dir. Hilf uns, so zu leben, dass wir nicht nur Christen heißen, sondern es auch sind. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Bruder, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit.  

 

Fürbitten

Gott und Vater, durch die Auferstehung deines Sohnes hast du uns ewiges Leben geschenkt. Wir bitten dich:

- Hilf allen, die die Botschaft des Evangeliums verkünden, dass sie selbst mit ihrem Leben Zeugen für die Auferstehung deines Sohnes geben.
- Führe alle, die dich nicht begreifen können, dass sie durch das lebendige Zeugnis von Christen zum Glauben an deine Gegenwart in unserem Leben gelangen.
- Mehre in unserer Gemeinde die Freude über die Gemeinschaft mit deinem auferstandenen Sohn als Zentrum des kirchlichen Lebens.
- Stehe den Kranken bei, dass sie den Sinn ihres Leidens erfassen und nicht vor Ungewissheit verzagen.
- Lass an allen Verstorbenen die Kraft der Auferstehung zur vollen Entfaltung kommen.

Das erbitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus.
 

Gabengebet

Guter Gott, nimm die Gaben an, die deine Kirche in österlicher Freude vor dich bringt. Du hast ihr Grund gegeben zu solchem Jubel. Erhalte ihr die Freude bis zur Vollendung durch Christus, unsern Herrn.  

 

Hochgebet für besondere Anliegen V; „Jesus, der Bruder aller“


Oder: Hochgebet - „Zweifel“

Präfation
Herr, unser Gott,
es ist üblich, dass wir dir
an dieser Stelle danken.
Doch was sollen wir dir sagen?
Darf es heute
ein fragendes Danken sein?
Du hast uns als Menschen gewollt,
und als Menschen
haben wir uns gefunden.
Wir wissen von Güte und Glück,
aber auch von bösem Willen,
Ohnmacht und Unglück.

Aber danken können wir dir
für die Hoffnung,
die in unsern Herzen lebt,
ob wir es wollen oder nicht,
dass wir Menschen vielleicht doch
gute Menschen werden können
im ganz einfachen Sinn des Wortes:
Menschen, die mitleiden,
mitgenießen können,
die ohne Zögern und Angst gütig sind,
die ohne Engstirnigkeit
nach dem Guten suchen,
wo andere nur verurteilen.
Diese Hoffnung hast du uns
in deinem Sohn Jesus Christus gegeben.
Darum preisen wir dich jetzt
mit allen Menschen guten Willens
und singen voll Freude:
Sanctus

Wir haben deine Güte gesehen
in Menschen, die in unserer Umgebung leben,
in deinem Sohn Jesus von Nazareth,
in dem alles erschienen ist,
was einen Menschen mit sich selbst
und mit den andern versöhnen kann.
Darum können wir dir danken,
Gott, denn du lässt uns sehen,
dass Ohnmacht Kraft,
Zerbrechen Heilen
und menschliches Leben
göttliches Leben werden kann.
Wir haben es gesehen in Jesus Christus,
der sich selbst in den Zeichen
von Brot und Wein ausdrückte.
V/A: Neue Hoffnung, neues Leben
kann uns Gott alleine geben.

Sende jetzt deinen Heiligen Geist
über Brot und Wein,
damit sie zu Leib + und Blut
Jesu Christi werden.

Denn am Abend,
da er ausgeliefert wurde
und sich dem Leiden unterwarf,
nahm er das Brot und sagte Dank,
brach es und reichte es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON.
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er
nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum
und reichte ihn seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS,
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens!
Akklamation

Bis dass er kommt,
gedenken wir seines Lebens,
das so göttlich
und so menschlich ist,
seines Todes,
der so Ehrfurcht gebietend
und so unverständlich ist,
seiner Auferstehung,
die so ermutigend
und so geheimnisvoll ist.
Wir gedenken seiner Angst,
seiner Erniedrigung,
wir bedenken,
dass er in Todesangst
nach dir gerufen hat
und dass du darum
seinen Namen unter uns
so groß gemacht hast,
dass wir uns in ihm wieder erkennen.
A: Neue Hoffnung, …

Darum bitten auch wir
um seinen Geist:
für uns, die wir jetzt hier sind,
für alle, die unserem Herzen
nahestehen,
für unseren Papst Franziskus,
unseren Bischof N.,
unsere Priester, Diakone,
Ordensangehörige,
unsere Haupt-
und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
und für unsere Toten.
(Hier kann der Toten gedacht werden)

Halte du deine Hand über uns alle
und tu an uns,
wie du an Jesus getan hast.
Lass uns nicht fallen.
Trage uns, führe uns,
fange uns auf jetzt
und in der Stunde unseres Todes.
Doxologie
                                                     Quelle unbekannt

 

Einleitung zum Vaterunser

Um Jesus Christus, den Auferstandenen, versammelt, lasst uns beten, wie er selbst uns zu beten gelehrt hat. Vater unser im Himmel, … 

 

Einleitung zum Friedensgebet

Wo das Leben von gegenseitiger Hochachtung und Wertschätzung bestimmt wird, da ist innerer Friede „zu Hause“. Aus eigener Erfahrung wissen wir aber auch, dass sich immer wieder eigene Interessen und Egoismen in unser Leben einschleichen und das Miteinander und den Frieden stören. Deshalb bitten wir den Herrn, der uns seine Liebe zusagt: Herr Jesus Christus, …, und schenke uns, …

 

Schlussgebet

Gott, du Geber alles Guten, wir danken dir für das Brot des Lebens und den Wein der Freude. Aus deiner Hand durften wir sie empfangen. Lass uns, geleitet von dir, allzeit dankbar sein in Wort und Tat durch Jesus Christus, unsern Herrn.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Karl Jansen SVD