11. Sonntag im Jahreskreis (B) – Wortgottesdienst für daheim

Wortgottesdienst für daheim

Familiengottesdienst

1. Lesung:Ez 17,22–24
2. Lesung: 2Kor 5,6–10
Evangelium: Mk 4,26–34


Vor Beginn der Feier vorbereiten

- Legen Sie sich Symbole zurecht, die Ihnen hilfreich sind, etwa ein Kreuz, Blumen, o.ä
- Gotteslob (für Lieder aus dem Gotteslob-Stammteil [Nr. 80 – 656] steht die erste Strophe zum Hören und Mitsingen zur Verfügung. https://dli.institute/wp/aufnahmen-der-lieder-aus-dem-gotteslob-stammteil/
Alle GL-Nummern größer als „700“ stammen aus dem Eigenteil des Erzbistum
München-Freising

- Evtl. Heilige Schrift Die Texte aus dem Buch der Bibel vorzutragen, hat einen besonderen Wert, weil es die Unverfügbarkeit des Wortes Gottes deutlicher zum Ausdruck bringt.
- Kerze

[Wenn Kinder mitfeiern
EOM_Familiengottesdienst_11. Sonntag_13-06-2021.pdf
Material
- ein kleines braunes Tuch oder eine Schale mit Erde
- eine Schale mit Samenkörnern (Senfkörner)
- braune Bänder oder Schnüre für die Äste
- grüne Filzblätter oder grüne Papierservietten zu kleinen Blättern geknüllt
- braune (graue, beige, grüne) Wollfäden für die Nester
- Spielzeugvögel]

Wir versammeln uns um den Tisch, auf dem eine Kerze steht. Die Kerze wird jetzt entzündet.

Eröffnung

Lied: GL 272 „Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte“

V:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.
V: Jesus Christus ist in unserer Mitte und schenkt uns seinen Frieden. A: Amen.

Begrüßung

V: Am Beginn jedes Gottesdienstes versichern wir uns der Anwesenheit Jesus Christi, seiner Gegenwart in unserem Dasein. Damit erhoffen wir etwas, das ganz im Mittelpunkt der Verkündigung Jesu stand: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes, die Herrschaft von Gott, ist nahe. Das heutige Evangelium sagt uns, dass wir das Kommen der Gottesherrschaft nicht herbeiführen und erzwingen können. Gott allein führt sein Reich herbei. Unsere Antwort auf Gottes Schöpferkraft kann nur tiefe, auf Gott vertrauende Gelassenheit sein. Begrüßen wir den Auferstandenen in unserer Mitte:

[Nach der Begrüßung:
Ein kleines, rundes, braunes Tuch oder eine Schale mit Erde wird in die Mitte gelegt. Die (Oster-)Kerze wird in die Mitte des Tuches bzw. in die Erde gestellt.
V: Heute liegt in unserer Mitte ein braunes Tuch. Erzählen wir einander, woran uns die Farbe „braun“ erinnert.
Alle äußern ihre Gedanken und Ideen: „braun“ erinnert mich an Brot, Erde, Feld ...

V: Die Erde ist still und offen. Sie wartet.
Alle öffnen ihre Hände wie eine Ackerscholle.

V: Wir schließen die Augen.
Alle schließen die Augen und warten.
V legt jedem und jeder ein Senfkorn in die geöffneten Hände. Die Augen werden wieder geöffnet. Alle betrachten das Senfkorn und nehmen seine Leichtigkeit wahr.

V: Unserem Korn geben wir jetzt eine Stimme. Es erzählt uns von sich. Es sagt zu mir: Ich bin klein. Alle verleihen dem Korn ihre Stimme: z. B. ich möchte wachsen – ich möchte groß werden – ich bin fest – was wird aus mir werden?

V: Die Körner werden in den Boden gelegt. Alle legen ihr Korn in die Mitte des braunen Tuches oder in die Erde. (Folgende Meditation können Sie auch im Sitzen „mitspielen“, indem Sie sie nur mit den Händen zeigen: aus der Faust wird mit den Fingern das Entwickeln des Halms gezeigt und die Hände und Arme zeigen das Wachsen des Baumes.)

V: Ein Senfkorn wird gesät. Wir gehen auf den Boden und machen uns ganz klein.

V: Das winzige Korn ist still und ruhig. Alle verweilen in Ruhe.

V: Die Sonne und der Regen wecken das Senfkorn. V geht zu den einzelnen und berührt sie ganz sanft.

V: Ein kleiner Trieb wächst aus der Erde. Alle heben langsam die Köpfe und strecken die Arme nach oben.

V: Der Spross wächst dem Licht entgegen. Alle erheben sich und „wachsen“ in die Höhe.

V: Aus dem Spross wird ein Stamm mit Zweigen. Alle bilden gemeinsam einen Stamm, mit Zweigen und Ästen.

V: Der Wind streicht durch die Blätter des großen Senfbaumes. Gemeinsam wiegen alle hin und her. Und setzen sich dann wieder hin.

V: Aus der Wurzel wächst ein Baum. Stellt euch vor, ihr schaut von oben auf einen Baum. Da seht ihr in der Mitte den Stamm und vom Stamm aus wachsen in alle Richtungen die Äste und Zweige. Mit Schnüren und Bändern werden krumme Äste vom braunen Tuch (der Schale) in der Mitte nach außen gelegt.
Mit grünen Blättern aus Filz (oder grünen geknüllten Papierservietten) wird das Laub gelegt.

Weiter mit dem Kyrie]

Kyrie

V: Herr Jesus, du unser Weg und unser Leben. Herr, erbarme dich. A: Herr, erbarme dich.
V: Du verkündest uns das Wort des Lebens. Christus, erbarme dich. A: Christus, erbarme dich.
V: Dein Wort will in uns reiche Frucht bringen. Herr, erbarme dich. A: Herr, erbarme dich.
Aus: Christus Rufe für die Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres, Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2020, S. 25

Oder: einen Kyrie-Ruf aus GL 154-157

 

Eröffnungsgebet

Lasset uns beten. Unbegreiflicher Gott, in deiner Weisheit hast du die Schöpfung mit deiner Kraft erfüllt. Lass den Samen deines Wortes in unseren Herzen aufgehen, damit alle deine Größe erkennen und dich preisen mit deinem Sohn,  unserem Herrn Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht jetzt und in Ewigkeit. A: Amen.

Aus: Wort-Gottes-Feier, Werkbuch für die Sonn- und Festtage, Trier 2004, S. 113
 

Wortgottesdienst

Es folgen die biblischen Texte vom 10. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr B) in ihrer Gänze oder einer Auswahl.

1. Lesung

L: Lesung aus dem Buch Ezéchiel.
So spricht Gott, der Herr: Ich selbst nehme vom hohen Wipfel der Zeder und setze ihn ein. Einen zarten Zweig aus ihren obersten Ästen breche ich ab, ich selbst pflanze ihn auf einen hohen und aufragenden Berg. Auf dem hohen Berg Israels pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder. Alle Vögel wohnen darin; alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige. Dann werden alle Bäume des Feldes erkennen, dass ich der Herr bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen Baum mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten Baum lasse ich erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen und ich führe es aus.

Wort des lebendigen Gottes. A: Dank sei Gott

 

Antwortpsalm Ps 92 (91),2-3.13-14.15-16

Kv: GL 401 „Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.“
Gut ist es, dem Herrn zu danken, *
deinem Namen, du Höchster, zu singen und zu spielen,
am Morgen deine Huld zu verkünden *
und in den Nächten deine Treue. Kv
Der Gerechte sprießt wie die Palme, *
er wächst wie die Zeder des Líbanon.
Gepflanzt im Hause des Herrn, *
sprießen sie in den Höfen unseres Gottes. Kv
Sie tragen Frucht noch im Alter *
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Der Herr ist redlich, *
mein Fels! An ihm ist kein Unrecht. Kv

2. Lesung

L: Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.
Schwestern und Brüder! Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende. Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Wort des lebendigen Gottes. A: Dank sei Gott.

Ruf vor dem Evangelium

Als Ruf vor dem Evangelium wählen Sie aus den Gotteslob-Nummern 175, 176, 724 und 725 einen Halleluja-Ruf aus, der Ihnen gut bekannt ist und den Sie leicht singen können.

Evangelium

V: (Kreuzzeichen) Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. A: Lob sei dir, Christus.

Es kann nochmals das Halleluja gesungen werden.

[Nach dem Evangelium:
V: Während wir weiter unseren Baum in der Mitte gestalten, können wir uns überlegen und uns darüber austauschen, was Jesus wohl mit diesem Gleichnis aussagen will für unser Leben.
Aus Wollfäden gestalten die Kinder Nester und setzen sie in den „Baum“. Spielzeugvögel werden in die Nester und in den Baum gesetzt.

Weiter mit Lobpreis

Verantwortlich: Erzbischöfliches Jugendamt München und Freising,
Monika Mehringer]

 

Antwort auf Gottes Wort

Glaubensbekenntnis

V: Gemeinsam bekennen wir unseren Glauben an den dreieinigen Gott:
A: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

oder: ein Glaubenslied: GL 354 „Gott ist dreifaltig einer“
oder: GL 795 „Ich glaube: Gott ist Herr der Welt“

Sonntäglicher Lobpreis

Den Kehrvers singen oder sprechen wir gemeinsam:
V: Lasst uns Gott danken und preisen: A: Dir sei Preis und Dank und Ehre! (GL 670, 8)
V: Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, für das Leben, das du geschaffen hast. Die ganze Welt hältst du in der Hand, und wir dürfen dich unseren Vater nennen. A: Dir sei Preis und Dank und Ehre!
V: Wir danken dir für deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder. Durch ihn wurde deine Güte in menschlicher Gestalt sichtbar. In seinem Tod und seiner Auferstehung hast du uns erlöst und bleibende Hoffnung geschenkt. Er ist das Wort, das uns den Weg weist, er ist die Wahrheit, die uns frei macht.
V: Wir preisen dich für den Heiligen Geist, der uns zusammenführt und als Kirche eint. Aus seiner Fülle haben wir empfangen, aus seiner Kraft dürfen wir leben.
V: Wir danken dir für alle, die den Weg mit uns gemeinsam gehen und ihr Leben mit uns teilen. Für alle, die bei uns bleiben in Stunden der Freude, aber auch in Stunden der Not und der Angst.
V: Wir preisen dich, Herr, unseren Gott, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, im Heiligen Geist und stimmen ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre:

Nach: Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Festtage, Trier 2004, S. 172 f.

Gloria

GL 168,2 „Ehre Gott in der Höhe“
oder: GL 170,1-3 „Allein Gott in der Höh sei Ehr“

Fürbitten

 V: Gottes Reich wächst mitten unter uns. Er selbst hat den Samen seines Wortes ausgestreut. So bitten wir ihn:
- Wir beten für alle, die Gottes Wort verkünden: in Kindertagesstätten und Schulen, in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, am Arbeitsplatz und in der Seelsorge. Du göttlicher Sämann:
- Wir beten für alle, die Gottes Liebe und Menschenfreundlichkeit weitertragen: bei der Erziehung der Kinder, in den Behinderten- und Pflegeeinrichtungen, in den sozialen Einrichtungen und durch Unterstützungsangebote. Du göttlicher Sämann:
- Wir beten für alle, die sich um das Zusammenleben und die Verständigung der Völker mühen; für alle, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Du göttlicher Sämann:
- Wir beten für alle aus unserer Mitte, die verstorben sind und deren Nähe wir vermissen. Du göttlicher Sämann:

 

Vaterunser

V: Herr Jesus Christus, du gibst die Kraft zum Guten. So beten wir voll Vertrauen zu Gott, unserem Vater, wie du uns gelehrt hast:
A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
 

Danklied

GL 395 „Den Herren will ich loben“
oder: GL 403 „Nun danket all und bringet Ehr“
 

Segensbitte

V: Mit der Bitte um Gottes Segen beschließen wir unsere Feier. Der Vater schenke uns seine Liebe. Der Sohn erfülle uns mit seinem Leben. Der Heilige Geist stärke uns mit seiner Kraft. Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. A: Amen.

Aus: Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Feiertage, Trier 2004, S. 63

V: Bleiben wir in seinem Frieden. A: Dank sei Gott, dem Herrn.
 

Dieser Hausgottesdienst wurde von der Abt. Liturgie, Erzbischöfliches Ordinariat München, erarbeitet. 

 

Dr. Monika Selle