Deutsche Hospiz Stiftung erhält Arnold-Janssen-Preis der Stadt Goch

07.12.2007

Goch/ Deutschland - Die "Deutsche Hospiz Stiftung" erhält den mit 15.000 Euro dotierten "Arnold- Janssen-Preis der Stadt Goch". Die feierliche Preisübergabe an die Schirmherrin der Stiftung, Uschi Glas, wird während der "Arnold-Janssen-Tage" im Rahmen der "III. Internationalen Gocher Gespräche" erfolgen, die vom 24. bis 25. Mai 2008 in Goch stattfinden.

Nach Auffassung des mit unabhängigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft besetzten Preisgerichts steht der couragierte Einsatz der "Deutschen Hospiz Stiftung" für die Förderung des Hospizgedankens, eine stärkere Verbreitung der modernen Palliativmedizin sowie eines Sterbens in Würde in hervorragender Weise im Einklang mit dem Wirken des Heiligen Arnold Janssens (1837 - 1909).  

"Die Deutsche Hospiz Stiftung thematisiert nicht nur die im öffentlichen Diskurs häufig an den Rand gedrängten Themen Sterben und Tod und stellt sich einer schleichenden Liberalisierung des 'assistierten Suizids' sowie der 'Tötung auf Verlangen' entgegen. Als Patientenschutzorganisation vertritt sie zudem die individuellen Interessen Schwerstkranker und Sterbender gegenüber Politik, Krankenkassen und Leistungserbringern und leistet mit dem einzigen bundesweiten Schmerz- und Hospiztelefon zugleich tatkräftig Hilfe", erläutert Dr. Georg Kaster, Vorstandsvorsitzender der "Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung" die Entscheidung des Preisgerichts.

"Wir sind froh, dass die Arbeit der 'Deutschen Hospiz Stiftung' mit dem 'Arnold-Janssen- Preis der Stadt Goch' ausgezeichnet und gewürdigt werden soll. Uns ist es wichtig, dass mit der Preisverleihung die Aufmerksamkeit auf die Interessen der Schwerstkranken und Sterbenden gelenkt wird. In Deutschland wissen immer noch zu wenig Menschen, über welche Möglichkeiten Medizin und Pflege auf diesem Gebiet inzwischen verfügen", so Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.  

Die "III. Internationalen Gocher Gespräche" stehen unter der provokanten Überschrift "Sterben an der oder durch die Hand des Menschen?" In ihrem Verlauf werden Ärzte, Juristen, Philosophen, Politiker und Theologen aus ihrer professionellen Sicht unterschiedliche Facetten unseres Umgangs mit Themen wie Alter, Krankheit, Sterben und Tod beleuchten und Stellung beziehen.

Mit dem Arnold-Janssen-Preis, der seit 2004 alle zwei Jahre verliehen wird, werden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die sich im Geiste des bedeutenden Gochers und Gründers des weltweit tätigen Steyler Missionswerkes, Arnold Janssen, besondere Verdienste erworben haben. Als preiswürdig gelten laut dem Preisstatut hervorragende Leistungen technischer, wirtschaftlicher, erzieherisch-kultureller oder sozialer Natur zur nachhaltigen Entwicklung und Lösung existentieller Armutsfragen, der Einsatz für das Leben, für Grundrechte und den Frieden sowie für den ökumenischen und interreligiösen Dialog. Bisherige Preisträger sind die Gemeinschaft "Sant-Egidio" (2004) und das kirchliche Hilfswerk "Kirche in Not" (2006).

ndk