32. Sonntag im Jahreskreis (A)

Liturgische Bausteine

Weise am Weisen ist die Haltung

1. Lesung: Weish 6,12-16
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: 1Thess 4,13-18
Evangelium: Mt 25,1-13


Einleitung

Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, den Untergang der Welt, den Jüngsten Tag zu datieren. Das unausweichliche Ende festzumachen, gibt Sicherheit. Man kann sich darauf vorbereiten. Zahlreiche religiöse Gruppierungen machen sich dieses Sicherheitsdenken vieler Menschen zunutze. Diesem falschen Sicherheitsdenken tritt Jesus vehement und unmissverständlich entgegen: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ Gleichzeitig gibt er aber auch Sicherheit, wie im Brief an die Gemeinde in Thessaloniki zu lesen ist: „Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.“ Dass wir uns darauf verlassen können, ist für uns Grund, uns zu freuen und zu danken, gerade jetzt in der Feier der Eucharistie.


Kyrie-Rufe

  • Wir sind aufgerufen, weise und besonnen zu reden und zu handeln, und vertun unsere Zeit oft mit nutzlosen Dingen und unüberlegten Worten. - Herr, erbarme dich.
  • Wir sind aufgefordert, wachsam und nüchtern zu sein, und agieren oft leichtsinnig und wenig verantwortungsbewusst. - Christus, erbarme dich.
  • Wir sind eingeladen in das Reich Gottes und zweifeln oft am Sinn unseres Lebens. - Herr, erbarme dich. 

Es erbarme sich unser …

 

Tagesgebet

Getreuer Gott,
in der Gemeinschaft deiner Kirche erwarten wir die Wiederkunft deines Sohnes.
Stärke durch diese Feier unsere Wachsamkeit und unsere Bereitschaft,
   sein Kommen voll Freude zu erwarten.
Wir bitten dich:
Schenke uns in der Feier der Eucharistie einen Vorgeschmack dessen,
  was uns erwartet,
wenn wir einst teilnehmen am Festmahl in deinem Reich,
   wo du in der Gemeinschaft mit Jesus Christus,
deinem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst in Ewigkeit.

 

Fürbitten

Herr, unser Gott, du willst, dass alle Menschen das Leben haben und es in Fülle haben. So bitten wir dich: 

  • Für alle, die keinen Sinn im Leben sehen und nicht oder nicht mehr an ein Leben nach dem Tod glauben. Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle, die angstvoll in eine ungewisse Zukunft blicken und keine Arbeit zu finden wissen. …
  • Für alle, die Sorge tragen für den Frieden in der Welt. …
  • Für alle, die froh, mitunter aber auch unsicher oder gar ängstlich, das Kommen Jesu Christi erwarten. …
  • Für alle, deren Aufgabe und Sorge es ist, Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten und zu trösten. …
  • Für alle, die bei Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungskräften ihren Dienst tun wollen und heute oft in ihrer Arbeit behindert werden (durch sensationslüsterne Gaffer und „Fotografen“). …
  • Für alle, die gestorben sind in der Hoffnung, dabei zu sein beim Festmahl in seinem Reich. …

Herr, wir haben unsere Bitten vorgebracht. Manche Bitte wurde nicht ausgesprochen. Höre und erhöre sie alle! Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.

 

Hochgebet - „Dein Reich komme“

Präfation 

Gott und Vater Jesu, unseres Herrn,
es ist würdig und recht, dich zu preisen.
Durch unsere Gemeinschaft mit deinem Sohn
hast du uns mit allem Segen
Deines Geistes beschenkt.
Durch Christus sind wir erlöst
von unseren Sünden und versöhnt mit dir.
So kommt das Reich deiner Gnade zu uns.
In Christus hast du uns
zu deinen Töchtern und Söhnen erwählt.
Als Erben deines Reiches hast du uns eingesetzt.
Mit Christus gelangen wir in dein Reich
und empfangen das Siegel des Hl. Geistes,
Weisheit und Einsicht.
Als Kirche danken wir dir
mit deinem ganzen Volk,
dass du den Plan unserer Rettung
nach deinem gnädigen Willen verwirklichst.
Mit allen Engeln und Heiligen rufen wir
zum Lob deiner Herrlichkeit. 

Sanktus

Wir danken dir, Gott und Vater,
du hast die Welt erschaffen,
durch deinen Willen ist sie begründet.
Du allein bist heilig, deine Wege sind wahr,
deine gerechten Taten werden offenbar.
Du hast deine Macht in Anspruch genommen
und deinem Messias die Herrschaft
über die ganze Schöpfung verliehen.
Er ist der Erste und der Letzte
und der Lebendige. 

V/A: Er ist der König der Herrlichkeit.

Er ist würdig, Macht zu empfangen,
Reichtum und Weisheit,
Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.
Als Lamm wurde er hingegeben.
Mit seinem Blut hat er uns für dich erworben
aus allen Stämmen und Sprachen,
Völkern und Nationen.
Zu deiner königlichen Priesterschaft
hat er uns gemacht.
Von ihm kommt unsere Rettung.
Er hat uns freigekauft für dich, unseren Gott. 

A: Er ist der König der Herrlichkeit.

Der Geist Christi,
der von dir kommt und alles neu macht,
ergreife nun unsere Gaben von Brot und Wein
und mache sie für uns
zum Leib † und Blut deines Sohnes,
der für uns eintritt und mit uns Mahl hält.

Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren,
liebte er sie bis zur Vollendung.
Und als die Stunde kam,
dass er von dir verherrlicht werde,
nahm er beim Mahl das Brot
und sprach den Segen,
brach es und reichte es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er den Kelch mit Wein,
dankte und reichte ihn seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens: 

Akklamation

Gott und Vater, voll Zuversicht gehen wir hin
zum Thron deiner Gnade
und feiern das Gedenken an Jesus,
deinen Sohn, unseren Hohenpriester.
Auf Erden lebend hat er mit uns gefühlt
und ist versucht worden wie wir.
Für uns hat er Gebete und Bitten
vor dich gebracht
und hat durch Leiden Gehorsam gelernt.
Sterbend ist er mit seinem eigenen Blut
in dein Heiligtum eingetreten. 

A: Er hat sich selbst für uns geopfert!

Du hast ihn erhört,
durch seine Auferstehung vollendet
und zur Rechten deiner Majestät
in den Himmel erhoben.
Er lebt bei dir, um für uns einzutreten. 

A: Er hat sich selbst für uns geopfert!

Gewähre uns,
dass wir vom Altar essen und trinken dürfen
und durch Christi Fleisch und Blut
eintreten in dein Reich.
Vater, nimm das Opfer des Lobes an,
die Frucht unserer Lippen,
die deinen Namen preisen. 

A: Er hat sich selbst für uns geopfert!

Wir bitten dich für die Kirche
und ihre Vorsteher,
Papst Franziskus, unseren Bischof N.,
[unsere(n) Seelsorger(n) N.] und alle,
die mit uns auf dem neuen
und lebendigen Weg hinausziehen
und das neue Jerusalem suchen.

Mögen auch unsere Toten
aufgrund ihres Glaubens
bei dir Gefallen finden
und dich, den sie als ihren Gott suchten,
als ihren Lohn empfangen.

Vater, wir wissen uns in Gemeinschaft
mit vielen Zeugen, mit Maria und Josef,
mit den Müttern und Vätern unseres Glaubens,
den Propheten und Aposteln, (dem/der hl. N.)
und allen Heiligen der festlichen Versammlung.
Vereine du uns
mit der Gemeinschaft der Erstgeborenen,
der vollendeten Gerechten,
die im Himmel verzeichnet sind.
So bitten wir dich im Namen Jesu,
des Mittlers eines neuen Bundes.

Doxologie 


Katholikentag Aachen 1986
J. R. Kleiner, Präfation nach Eph 1,3-14; Postsanctus nach Offb 1,17-17,3; Anamnese etc. nach Hebr 4,IS 13,14


Einleitung zum Vaterunser

Der Herr kommt mit Sicherheit, um das Reich des Vaters zu vollenden. So hat er es versprochen. Damit wir aber die Geduld nicht verlieren, beten wir mit Jesu Worten:

 

Einleitung zum Friedensgebet

Jesus Christus mahnt uns zur Wachsamkeit. Er hat uns auch zugesagt, alle Tage bei uns zu sein, bis ans Ende. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

Maria Gleißl, Pastoralreferentin; P. Karl Jansen SVD
 
Mt 25,13:  „Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ 
Mt 25,13:
„Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“