Tausende Jugendliche stürmen Domitilla-Katakombe

05.08.2014

Rom / Italien - Die Steyler Berufungspastoral informiert auf der deutschsprachigen Ministrantenwallfahrt nach Rom über den Missionsberuf und das Projekt „MissionarIn auf Zeit“.

Seit einigen Jahren wird die Domitilla-Katakombe in Rom von den Steyler Missionaren betreut. Bei der diesjährigen deutschsprachigen Ministrantenwallfahrt nach Rom kommen 15.000 junge PilgerInnen, um in der Katakombe auf den Spuren der Christen der Antike zu wandeln. Ein internationales Team der Steyler Berufungspastoral ist vor Ort und nutzt die Anwesenheit der vielen jungen kirchlich sozialisierten Menschen, um auf den Missionsberuf aufmerksam zu machen. Willi-Pierre und Simon aus dem Kongo sowie Vincent aus den Philippinen sind Steyler Priesterseminaristen, die in St. Augustin bei Bonn studieren. In ihren Ferien sorgen sie nun dafür, dass niemand in den 17 km Gängen der Katakombe verloren geht. So verstärken sie das Team der MitarbeiterInnen der Katakombe und geben zugleich ein Zeugnis dafür, dass die Steyler Missionare eine internationale weltweite Gemeinschaft sind.


Vier weitere Steyler Missionare sind als Berufungspastoralteam im Einsatz. Gleich bei der Ankunft in der Katakombe erhalten die MinistrantInnen vom Priesterseminaristen Frater Josef  Lipang aus China einen Kalender in die Hand gedrückt, der über die liturgischen Schriftlesungen des Jahres 2015 genauso informiert wie über das missionarische Charisma der Steyler. Ein Stück weiter gibt es Gelegenheit, die Wartezeit mit einem Tänzchen aus Lateinamerika zu überbrücken, das von einem österreichischer Steyler mit Brasilienerfahrung angeleitet wird. Und noch ein kleines Stück weiter gibt es eine Präsentation mit Kurzfilmen, die einen Einblick in das Leben und Wirken der Steyler Missionarinnen und Missionare in aller Welt geben.

Bruder Reiner Theissen, Berufungspastor der Steyler Missionare aus Deutschland, ist beeindruckt von der Offenheit und Begeisterungsfähigkeit der Ministrantinnen und Ministranten. „Sie sind so interessiert, anderen zu begegnen!“ Und auch die Begegnung mit den Steyler Ordensleuten verläuft unkompliziert: „Ich habe das Gefühl, fast alle können das einordnen, was  Ordensleute sind,“ sagt Bruder Reiner. „Und sie sind wirklich interessiert am Wirken der Steyler Missionarinnen und Missionare.“ Besonders angetan sind viele, wenn Frater Pius aus Ghana mit einem Taschentuch-Tanz ein Halleluja-Lied aus dem Kongo begleitet. Da werden Pilgertücher in den

bunten Farben verschiedener Diözesen gezückt, und manch einer tanzt trotz der römischen Sommerhitze begeistert mit. Und wenn Frater Pius dann erzählt, dass er in St. Augustin bei Bonn an der Hochschule der Steyler Missionare Theologie studiert und Priester werden will, sind sie ganz Ohr.

In keiner Präsentation darf der Hinweis auf das Programm „MissionarIn auf Zeit“ fehlen. Es handelt sich um einen einjährigen Einsatz unter dem Motto „Mitleben – Mitbeten – Mitarbeiten“, der von den Steyler Missionarinnen und Missionaren angeboten wird. Bei der letzten Wallfahrt vor vier Jahren haben sich mehrere MinistrantInnen für einen solchen Einsatz ansprechen lassen. Ein Beleg dafür, dass die Kirche auch heute noch jung, missionarisch und sehr lebendig sein kann.

Franz Helm SVD