3. Sonntag der Osterzeit (B) - Wortgottesdienst für daheim

Liturgische Bausteine

Familiengottesdienst

1. Lesung: Apg 3,12a.13-15.17-19
2. Lesung: 1Joh 2,1-5a
Evangelium: Lk 24,35-48


Vorbereitung

- Legen Sie sich Symbole zurecht, die Ihnen hilfreich sind, etwa ein Osterbild, ein Kreuz, Blumen, o.ä.
- Gotteslob (für Lieder aus dem Gotteslob-Stammteil [Nr. 80 – 656] steht die erste Strophe zum Hören und Mitsingen zur Verfügung. https://dli.institute/wp/aufnahmen-der-lieder-aus-dem-gotteslob-stammteil/
- Evtl. Heilige Schrift Die Texte aus dem Buch der Bibel vorzutragen, hat einen besonderen Wert, weil es die Unverfügbarkeit des Wortes Gottes deutlicher zum Ausdruck bringt.
- (Oster-)Kerze/

Alle GL-Nummern größer als „700“ stammen aus dem Eigenteil des Erzbistum München-Freising

Eröffnung

Wir versammeln uns um den Tisch, auf dem eine Kerze steht. Die Kerze wird jetzt entzündet.

Lied: GL 329 „Das ist der Tag, den Gott gemacht“
oder: GL 772 „Halleluja lasst uns singen, denn die Freudenzeit ist da“

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.
V: Jesus Christus ist auferstanden. A: Er ist wahrhaft auferstanden.

V: Dass Jesus als der Auferstandene in der Mitte seiner Jüngerinnen und Jünger erscheint, ist selbst für seine Freunde schwer zu fassen. Den erschrockenen Jüngern muss er erklären: „Ich bin es selbst!“ Diese Zusicherung an die Jünger erinnert an die Offenbarung Gottes an Mose: Ich bin, der ich bin. Gott ist in unverbrüchlicher Treue inmitten seiner Schöpfung. In Jesus Christus – und in dessen Schwestern und Brüdern – lässt er sein Angesicht auch über uns leuchten.

Kyrie

V: Herr Jesus, Auferstandener in unserer Mitte. Herr, erbarme dich. A: Herr, erbarme dich.
V: Herr Jesus, unser Beistand beim Vater. Christus, erbarme dich. A: Christus, erbarme dich.
V: Herr Jesus, Urheber des Lebens. Herr, erbarme dich. A: Herr, erbarme dich.

Oder: einen Kyrie-Ruf aus GL 154-157

 

Eröffnungsgebet

V: Lasset uns beten.
Allmächtiger Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern, denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen. Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. A: Amen.                                                                                                 Messbuch, S. 152

 

Wortgottesdienst

Es folgen die biblischen Texte vom Dritten Sonntag der Osterzeit (Lesejahr B) in ihrer Gänze oder einer Auswahl.


Erste Lesung

L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen wandte sich Petrus an das Volk: Der Gott Abrahams, Ísaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr ausgeliefert und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders erbeten. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Anführer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im Voraus verkündet hat: dass sein Christus leiden werde. Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.

Wort des lebendigen Gottes. A: Dank sei Gott.

 

Antwortpsalm: Ps 4,2.4 u. 7.8–9

Kv: GL 46, 1 „Lass dein Angesicht über uns leuchten, o Herr.“
Wenn ich rufe, gib mir Antwort, *
Gott meiner Gerechtigkeit!
Du hast mir weiten Raum geschaffen in meiner Bedrängnis. *
Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen! Kv
Erkennt, dass der Herr sich seinen Frommen erwählt hat, *
der Herr hört, wenn ich zu ihm rufe.
Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes schauen?“ *
Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten! Kv
Du legst mir größere Freude ins Herz, *
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg ich mich nieder und schlafe; *
denn du allein, Herr, lässt mich sorglos wohnen. Kv

Zweite Lesung

L: Lesung aus dem ersten Johannesbrief.
Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt. Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet.

Wort des lebendigen Gottes. A: Dank sei Gott.

Ruf vor dem Evangelium

Als Ruf vor dem Evangelium wählen Sie aus den Gotteslob-Nummern 175, 176, 724 und 725 einen Halleluja-Ruf aus, der Ihnen gut bekannt ist und den Sie leicht singen können.

Evangelium

V: (Kreuzzeichen) Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und die mit ihnen versammelt waren, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht. Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. A: Lob sei dir, Christus.

Es kann nochmals das Halleluja gesungen werden.

[Wenn Kinder mitfeiern

Nach dem Evangelium

V: Die Jünger können nicht glauben, dass Jesus wirklich da ist. Die frohe Botschaft nach Ostern lautet: Jesus ist auferstanden! Er ist wirklich auferstanden!
Es wundert uns ja nicht, dass die Jünger gedacht haben, sie seien nicht recht bei Sinnen. Und dass sie es nicht glauben konnten, dass sie Jesus berühren können. Um die Wirklichkeit zu überprüfen, benützen Menschen ihre Sinne. Was wir mit ihnen wahrnehmen können, ist wirklich. So isst Jesus mit den Jüngern, um ihnen zu zeigen: Ich bin wirklich mit Haut und Haaren da, denn ein Geist kann nicht essen.
Auch wir können uns gar nicht oft genug zurufen: Jesus ist auferstanden!
Die Botschaft von Ostern müssen wir wenigstens immer wieder hören – und sie kann sich durchaus unterschiedlich anhören! So lasst uns die Osterbotschaft einander zurufen!

V nimmt die Osterkerze aus der Mitte und reicht sie dem Nachbarn / der Nachbarin mit den Worten:
V: „Christus ist auferstanden, Halleluja!“
Der Nachbar/die Nachbarin nimmt die Osterkerze und überreicht sie dem/der Nächsten im Kreis und spricht (z. B.):

„Jesus lebt!“

Die Kerze wird in dieser Weise weitergegeben, bis sie wieder bei V angekommen ist.

Die Kerze wird wieder in die Mitte gestellt.

Lied (ein bekanntes Osterlied)

Weiter mit Glaubensbekenntnis

Verantwortlich: Erzbischöfliches Jugendamt München und Freising, Monika Mehringer]

Meditation zu den biblischen Lesungen

Angefangen in Jerusalem – der Beginn einer neuen Zeitrechnung
Die Schrift hat sich erfüllt: „Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen“. Frauen haben am frühen Morgen das leere Grab entdeckt. Petrus hat es anschließend bestätigt. Es finden erste Begegnungen statt. Der Auferstandene zeigt sich leibhaftig. Er weist sich aus über seine Hände und Füße. Und erweist sich im Friedensgruß als wirklich auferstanden. Die Gewissheit wächst: Das Leben ist stärker als der Tod. Mit der Tatsache der Auferstehung hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Christus ist der Dreh- und Angelpunkt: Vor Christus und nach Christus heißt die aktuelle Zählweise. Angefangen in Jerusalem – seid ihr Zeugen der Hoffnung
Die Jünger beginnen zu verstehen: Wer dem Auferstandenen nachfolgt, darf auf die eigene Auferstehung hoffen. Der Gott des Lebens ist der Grund für diese neue Perspektive. Wer sich wie Christus im Leid, in der Dunkelheit, im Tod dem Gott des Lebens anvertraut, ist nicht verlassen. Das ist die Botschaft des Auferstandenen. Der Auferstandene ruft die Jünger auf zur Umkehr aus ihrer ängstlichen, zweifelnden, ungläubigen und engen Lebenshaltung. Er ruft sie auf, Gottvertrauen zu verkünden und in die Welt zu tragen. Neuanfänge sind möglich. Wer selbst erfahren hat, dass das Gottvertrauen durch Dunkelheiten trägt, reiht sich wiederum als Zeuge, als Zeugin in die vielen Generationen von Zeugen ein und verkündet im Namen Christi den Gott des Lebens. Angefangen in Jerusalem – im Jahr 2021 sind wir die Hoffnungsbotschafter*innen Im Petrusbrief heißt es „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (3, 15). Hoffnung für unsere Kinder und Kindeskinder. Hoffnung für die Zukunft. Hoffnung für die Welt ... Die prägnante Hoffnungsbotschaft lautet in der persönlichen Kurzform: Dem Gott des Lebens vertraut – Unsicherheit gewagt – einen Neuanfang erfahren. Und beschrieben mit den Worten von Hilde Domin: „Ich setzte den Fuß in die Luft. Und sie trug.“

Antwort auf Gottes Wort

Glaubensbekenntnis

V: Gemeinsam bekennen wir unseren Glauben an den dreieinigen Gott:
A: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

oder: ein Glaubenslied:
GL 354 „Gott ist dreifaltig einer“
Oder: GL 795 „Ich glaube: Gott ist Herr der Welt“

Gloria

GL 169 „Gloria, Ehre sei Gott“
oder: GL 170,1-3 „Allein Gott in der Höh sei Ehr“

Fürbitten

V: Gott wendet sich in Treue seiner Schöpfung zu. Ihn bitten wir:
- Führe die Völker der Erde zu gegenseitiger Achtung und zum Frieden. - kurze Stille – Gott, unser Retter. A: Lass dein Angesicht über uns leuchten. (oder gesungen: GL 46,1)
- Steh unserem Papst Franziskus und unseren Bischöfen bei und begleite die Kirche auf dem Weg in die Zukunft. – kurze Stille –
- Gib den jungen Menschen, die sich auf den Empfang der Sakramente vorbereiten, Freude, Mut und Kraft, um ihr Leben recht zu gestalten. – kurze Stille –
- Sei den Kranken nahe und richte sie in ihren Gebrechen auf. – kurze Stille –
- Für ... (fügen Sie auch gerne noch eigene Anliegen ein.) – kurze Stille –
- Nimm unsere Verstorbenen auf in dein Reich und tröste alle, die um einen lieben Menschen trauern. – kurze Stille –

V: Unseren Lobpreis und unsere Bitten bekräftigen wir mit den Worten, die Jesus selbst uns gelehrt hat:
A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Danklied

GL 770 „Nun freue dich, du Christenheit“
oder: GL 771 „Nun freut euch hier und überall“

 

Segensbitte

V: Mit der Bitte um Gottes Segen beschließen wir unsere Feier.
Der Vater schenke uns seine Liebe. Der Sohn erfülle uns mit seinem Leben. Der Heilige Geist stärke uns mit seiner Kraft. Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. A: Amen.

(aus: Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Feiertage, Trier 2004, S. 63)

V: Bleiben wir in seinem Frieden. Halleluja, Halleluja. A: Dank sei Gott, dem Herrn. Halleluja, Halleluja.

 

Dieser Hausgottesdienst wurde von der Abt. Liturgie, Erzbischöfliches Ordinariat München, erarbeitet. Der Impulstext wurde von Eva-Maria Stüber, Fachbereich Homiletische und katechetische Bildung, zur Verfügung gestellt.

Verantwortlich: Abteilung Liturgie

Dr. Monika Selle